Dieser Artikel ist Teil 1 von 3 der Serie

Wie im ersten Teil bereits angedeutet, ist die Registrierung zum E-Postbrief aufwändig gestaltet. Mal eben eine E-Postadresse zu registrieren, funktioniert schon allein wegen dem nachhängenden Identverfahren nicht. Als Unternehmer müssen Sie die folgenden 6 Schritte vollständig durchlaufen.

Registrierung E-Postbrief Geschäftskunde

Schritt 1 – Unternehmensdaten

Zur Registrierung der Firma müssen Unternehmer die folgenden Daten bereithalten:

  • Registernummer
  • Registerort
  • Vertretungsberechtigung
  • Zahlungsdaten
  • Kontaktdaten der Administratoren

Nicht registrierte Unternehmen erhalten auf Basis der eingegebenen Daten eine Identitätsbestätigung zur Selbstauskunft über das Unternehmen.

Schritt 2 – Paketauswahl

Der zweite Schritt zeigt Ihnen verschiedene Möglichkeiten auf. Sie können bspw. Ihre Subdomain auswählen. Für die E-Postadresse der Domain betriebsausgabe.de bietet sich der Domainname der Website aus.

Ein Beispiel für die E-Postadresse wäre dann: posteingang@betriebsausgabe.epost.de. Wohlgemerkt, alles vor dem @ ist frei wählbar. Will der Unternehmer mehrere E-Postadressen, bspw. für eine weitere Subdomain oder eine zweite Firma anmelden, muss er die gesamte Prozedur für diese zweite Domain noch einmal durchexerzieren.

Wenn Sie keine Domain besitzten, können Sie auch einen aussagekräftigen Firmennamen oder eine Tätigkeitsbeschreibung nutzen.

Ebenfalls in Schritt 2 wählen Sie sich Ihr Paket aus. Das Basispaket mit 10 elektronischen Briefkästen und einer Subdomain ist für 2,50 Euro im Monat buchbar.

Schritt 3 – Zahlungsdaten

In diesem Schritt hinterlegen Sie die Zahlungsdaten, bei Lastschrift auch die Bankverbindung.

E-Postbrief Zahlungsdaten

Schritt 4 – Administration

Unternehmer können bis zu 3 Administratoren festlegen. Der Administrator (das kann auch der Unternehmer selber sein) muss sich mit seiner Handynummer identifizieren.

Eingabe der Handynummer für das HandyTan Verfahren

Die Post will mit dem HandyTAN Verfahren die Identität des Nutzers eindeutig sicherstellen. Als Unternehmer müssen Sie Ihre Handynummer angeben, dann erhalten Sie in Sekundenschnelle eine TAN per SMS auf Ihr Handy. Mit der Eingabe dieser ersten HandyTAN bestätigen Sie, die so eben erfasste Mobilfunknummer.

E-Postbrief HandyTan

Schritt 5 – Übersicht

In Schritt 5 werden Ihnen alle eingegebenen Daten noch mal im Überblick angezeigt. Sie haben die Möglichkeit, falsch erfasste Daten oder Tippfehler zu korrigieren. Das ist die einzige Möglichkeit zur Fehlerkorrektur. Innerhalb der Registrierung können Sie nicht auf die vorherige Seite zurückgehen.

Schritt 6 – Ausdruck der Formulare

Der abschließende Schritt 6 dreht sich um den Abschluss der Online Registrierung. Laden Sie sich Ihre Vertragsdaten zum Ausdrucken herunter. Den Vertrag kann nur der vorab angegebene Vertretungsberechtigte unterschreiben. Der Vertretungsberechtigte muss sich mit seinem Personalausweis in die nächstgelegenen Postfiliale begeben und das PostIdent Verfahren durchführen. Nach erfolgreiche Identifikation wird die E-Postadresse freigeschaltet. Der Unternehmer bekommt die Information zur Freischaltung per SMS auf sein Handy.

Im dritten Teil der Serie zeigen wir die Vor- und Nachteile der Nutzung des E-Postbriefes für Unternehmer auf.

Dieser Artikel ist Teil 2 von 3 der Serie

Der E-Post Brief wird von der Deutschen Post als zuverlässiges Kommunikationsmittel beworben. Absender und Empfänger wissen immer genau, mit wem sie kommunizieren und so auch, von wem der zugestellte Brief stammt. Für die Nutzung des E-Postbriefes sind eine Registrierung und eine persönliche Identifikation in einer Postfiliale notwendig. Die Registrierung und die Bereitstellung des elektronischen Briefkastens sind kostenlos.

Bietet der E-Post Brief Vorteile?

Unternehmer können den E-Post Brief auf digitalem Weg an ihre Geschäftspartner versenden. Voraussetzung ist natürlich, dass der Geschäftspartner ebenfalls für den E-Post Brief registriert ist. Nicht registrierte Empfänger erhalten den E-Post Brief in ausgedruckte Form, ganz normal in einem Briefumschlag zugestellt. Die Kosten für einen E-Post Brief sind identisch mit einem normalen Brief. 55 Cent sind sowohl für die digitale Zustellung als auch für die Zustellung von maximal drei Seiten im Briefumschlag fällig. Nur bei farbigen Ausdrucken wird ein Zuschlag von zehn Cent pro Seite erhobenen. Ab vier ausgedruckten Seiten steigt das Briefporto auf 90 Cent.

Der Unterschied zwischen Geschäfts- und Privatkunden

Die E-Postadresse der Privatkunden besteht immer aus einer Kombination von Vor- und Nachnamen und bei häufigen Namen unter dem Zusatz einer Ziffer, bspw. max.mustermann123@epost.de. Bei Geschäftskunden wird mit der E-Postadresse ein klarer Bezug zum Firmennamen, Tätigkeitsbereich oder zur eigenen Website gebildet. Die E-Postadresse könnte dann bspw. lauten: posteingang@betriebsausgabe.epost.de der Adresszusatz vor dem @ ist vom Unternehmer frei wählbar.

Umständliche Registrierung

Wie bei der Deutschen Post nicht anders zu erwarten, ist die Registrierung für den E-Post Brief sehr umständlich. Zunächst müssen alle Unternehmensdaten, dazu zählen auch Registernummer und Registerort eingegeben werden. Mit einer HandyTAN müssen Sie sich im Anschluss ein erstes Mal identifizieren. Aber das reicht der Post noch nicht, als Krönung müssen Sie sich mittels eines Identverfahrens noch abschließend für das Nutzerkonto freischalten lassen.

Wie die Registrierung im Einzelnen vonstatten geht, lesen Sie im 2. Teil dieser Serie.

Dieser Artikel ist Teil 3 von 3 der Serie

Im dritten Teil der Serie wollen wir die Vor- und Nachteile einer E-Postadresse für den Unternehmer näher beleuchten.

Ohne Handy kein E-Postbrief

Neben dem Internetzugang ist für die Nutzung des E-Post-Briefes ein Handy Grundvoraussetzung. Ohne Handy können sich Nutzer nicht einmal erfolgreich registrieren.

Geschäftskunden Gateway

Geschäftskunden und alle angeschlossenen Mitarbeiter können mit dem Geschäftskunden Gateway den E-Postbrief aus dem bestehenden E-Mail Programm heraus senden und empfangen. Die Voraussetzung zur Authentifizierung gegenüber der Post ist dabei eine Smartcard, die auf der Seite des Unternehmens eingesetzt werden muss.

Ist die Zustellung über den E-Postbrief rechtssicher?

Solange keine Schriftform gefordert wird, sind die E-Briefe eine sichere Methode zur Übertragung. Insbesondere für den Versand folgender Unterlagen eignet sich laut der Post der E-Postbrief:

  • Beratungsunterlagen,
  • personalisierten Angebots- und Vertragsunterlagen,
  • Bestellungen
  • Mitteilungen zu Lieferverzögerungen
  • Mahnungen
  • Rechnungen

Alle genannten Unterlagen können ebenso gut mit einer ganz normalen Mail versendet werden. Und der Versand kostet keine 55 Cent pro Brief.

Der E-Postbrief ist eher mit einer Mail als mit einem Brief vergleichbar. Verträge oder Kündigungen, die eine eigenhändige Unterschrift verlangen, sind mit dem E-Postbrief nicht rechtssicher abgedeckt. Der E-Brief ist eine etwas sicherere und verschlüsselte Mail. Die E-Post wirbt mit dem Slogan:

Für eine verbindliche, verlässliche und vertrauliche Korrespondenz ist der E-POSTBRIEF erste Wahl.

Dagegen hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen geklagt und in einem Urteil des Landgerichts Bonn Recht bekommen. Laut Wikipedia wurde der Deutschen Post untersagt, das Produkt weiterhin so zu bewerben.

Briefgeheimnis aufgehoben

Mit dem E-Postbrief wird das Briefgeheimnis aufgehoben. Für die elektronisch versandten Mitteilungen gilt nur das Fernmeldegeheimnis und nicht das viel sicherere Briefgeheimnis. Dadurch fällt für den Absender und Empfänger ein wichtiger Schutz der Daten weg.

Fazit

Nachteile des E-Postbriefes

  1. Der E-Postbrief ist in der Zustellung genauso teuer wie ein konventioneller.
  2. Die Registrierung einer E-Post Adresse ist aufwändig und wenig benutzerfreundlich.
  3. Ohne Handy ist keine Registrierung möglich.
  4. Das Briefgeheimnis findet beim Versand keine Anwendung.
  5. Der Unternehmer muss seinen Briefkasten laut den AGB täglich sichten.
  6. Versand eines E-Postbriefes verlangt die zusätzliche Eingabe einer HandyTAN oder Smartcard,
  7. Der E-Postbrief besitzt eine geringere Rechtssicherheit als ein konventioneller Brief.
  8. Ausgedruckte Seiten für eine konventionelle Weiterleitung können von den Mitarbeitern gelesen werden.

Vorteile des E-Postbriefes

  1. Zeiteinsparung durch die Nutzung des elektronischen Versands.
  2. Die Briefe müssen nicht mehr im Unternehmen ausgedruckt und kuvertiert werden.
  3. Kein Mitarbeiter muss einen der wenigen noch vorhandenen gelben Briefkästen suchen.

Wie Sie an der Liste erkennen, fallen die Vorteile gegenüber den Nachteilen sehr gering aus.

Unsere Meinung: Für Unternehmer lohnt sich die Einrichtung einer E-Postadresse nicht. Auf der Seite epost.de können Sie sich selber vom Angebot des E-Postbriefes überzeugen.