Betriebsausgaben


Kleingewerbe / Buchhaltung ausreichend?

Moderatoren: Steuerberater Kexel, Torsten.

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Registriert: Feb 2012
Beiträge: 2

Hallo, ich habe seit dem 01.02.2012 ein Kleingewerbe angemeldet
und dazu einige kleine Fragen, vielleicht ist jemand zu nett mir da
zu helfen.

Dazu habe ich nun verschiedene Software ausprobiert doch irgendwie
ist mir das alles zu lästig und zu viel Aufwand, da ich es wirklich nur
neben meiner beruflichen Tätigkeit (Teilzeit) und den Kindern betreibe.
Auch handelt es sich um kleinere Beträge, dafür zahlreich, die ich
einnehme, da ist es einfach nicht nötig Datenbanken mit Kunden
ect. anzulegen, da steht der Aufwand in keinem Verhältniss. Der
Einfachheit halber und damit alles seine Richtigkeit hat
möchte ich den Jahresabschluss in die Hände eines Steuerberaters
geben, auch wenn das meinen Ertrag mindert^^. ich schildere kurz
wie meine "Buchhaltung" aussieht, und ob das für einen Steuerberater
in der Form ausreicht, damit arbeiten zu können.

Ich habe ein extra Konto dafür eröffnet, über das alle Ausgaben und
Einnahmen fliessen. Von meinen Verkäufen (Onlinehandel mit
gebrauchten Spielwaren) erstelle ich Rechnungen (mit dem Hinweis
auf die Kleinunternehmerregelung). Ich habe einen Ordner, in dem ich
die Rechnungen mit fortlaufender Nummer abhefte, einen Ordner
für meine Ausgaben (Rechnungen für z.b. Verpackungsmaterial,
Quittungen von Warenankauf, Rechnungen von z.b. dem Interenet-
Auktionshaus über Provisionen ect.) und einen Ordner, in dem ich
regelmässig Kontoauszüge des besagten Kontos abhefte.
Ist das genug Material und ausreichend, um einem Steuerberater
damit eine Einnahmen-Ausgaben Rechnung zu ermöglichen?

Und würde es sich eher anbieten, allein diese EÜ-Rechnung durch
einen Steuerberater machen zu lassen oder lieber komplett mit
allem drum und dran? (ich Teilzeit + Kleingewerbe, Ehefrau voll
beruftsätig, 2 kleine Kinder, Steuerklassen 3 und 5)
Und mit welchen Kosten müsste ich da rechnen, kann man da grob was
zu sagen?
Möchte den persönlichen Aufwand für mich aufgrund meiner
begrenzten Zeit eben so gering wie möglich halten und nicht
stundenlang vor dem Rechner hocken und irgendwelche Tabellen ausfüllen :)

Viele Grüsse und vielen Dank im Voraus
Ärmel
Moderator
Registriert: Jan 2007
Beiträge: 1438
Ort: 56410 Montabaur / Westerwald - oder über Internet weltweit

Hallo,

wenn Sie das Kleingewerbe bereits angemeldet haben, dann haben Sie doch sicherlich nicht den Fehler gemacht sich vorher nicht fachlich qualifiziert durch einen Steuerberater beraten zu lassen - oder doch?

Wenn doch, nachfolgend eine unverbindliche Stellungnahme zu Ihren Fragen.

Zitat
und ob das für einen Steuerberater
in der Form ausreicht, damit arbeiten zu können.

Warum fragen Sie nicht einfach die Steuerberaterin oder den Steuerberater, den Sie sowieso beauftragen würden? Genau oder auch für solche Fragen sind wir da.

Im Einzelnen
- extra Bankkonto: Prima!
- extra Ordner für Einnahmen: Gut.
- extra Ordner für Ausgaben: noch gut.
- extra Ordner für Bankauszüge: nicht mehr so gut.
Wenn es wirklich ein kleines Kleingewerbe ist, passen doch sicher alle Beleg eines Jahres in einen Ordner - oder? Ein Ordner mit drei Trennblättern!?
- nur EÜR durch Steuerberater? Nein bitte nicht, Sie verschenken nur Steuervorteile. Eine umfassende Steuerberatung ist nur möglich, wenn man alle Verhältnisse des Mandanten kennt.

Die Kosten eines Steuerberaters sind nach der vom Bundesfinanzministerium herausgegebenen amtlichen Steuerberatergebührenverordnung zu berechnen.

Machen Sie mit einem/r Steuerberater/in einen Erstberatungstermin, nehmen Sie Ihre bisherigen Unterlagen mit und besprechen Sie alles mit ihm/ihr - wir beißen nicht und eine Erstberatung wird nicht von jedem Kollegen gleich mit der vollen Gebühr in Rechnung gestellt.

Möchte den persönlichen Aufwand für mich aufgrund meiner
begrenzten Zeit eben so gering wie möglich halten und nicht
stundenlang vor dem Rechner hocken und irgendwelche Tabellen ausfüllen.
Ja, genau dafür gibt es eben kostenpflichtige Dienstleistung durch den Steuerberater.
_______________
Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine qualifizierte Beratung. Eine Haftung kann daher nicht übernommen werden. Für eine kostenpflichtige Einzelberatung stehe ich gerne zur Verfügung.
Mitglied
Registriert: Feb 2012
Beiträge: 2

Hallo, vorab vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Vor Anmeldung des Gewerbes hatte ich einen Termin bei einer
Steuerberaterin. Nur leider was das Ergebnis nicht ganz so wie ich
es erwartet hatte.

Statt konkreter Zahlen bekam ich nur wage Antworten, wie etwa
"sie müssen von Ihrem Ertrag cirka 30 % Steuern zahlen" und ein paar allgemeine Infos wie z.b. die Grenze von 17.500 EUR. Diese Infos hätte ich auch nach 5 Minuten googeln gehabt.

Hatte meinen Steuerbescheid des letzten Jahres dabei, um konkret zu erfahren wie sich das auf unsere Gesamtsituation auswirken würde, aber konkret in Zahlen bekam ich wie gesagt keine Infos. Statt dessen telefonierte die Dame während dieser "Beratung" dreimal war dann immerhin so gnädig, statt der vereinbarten 70 EUR pro Stunde nur 50 in Bar zu verlangen, weil die Stunde nicht ganz herum war. Im nachhinein habe ich mich natürlich geärgert,
weil mir das Ganze unterm Strich so gut wie nichts brachte.

Habe nun aber auch eh vor, mir einen anderen Steuerberater zu suchen,
um mit diesem im Vorfeld abzuklären ob meine Unterlagen ok sind und festzumachen, dass er im nächsten Jahr meine Abrechnung macht.
Hoffe nur beim nächstenmal mehr Glück zu haben :)

Vielen Dank für die Infos, jetzt weiss ich ja immerhin schonmal dass
es grundsätzlich so passt mit meinen Unterlagen, mir ging es hauptsächlich
darum dass ich nichts grundlegendes falsch mache bislang.

Viele Grüsse
Aermel
Moderator
Registriert: Jan 2007
Beiträge: 1438
Ort: 56410 Montabaur / Westerwald - oder über Internet weltweit

Hallo,

um zur "Beratung" durch die Kollegin Stellung zu nehmen sollte man zuvor deren Meinung kennen, da ich diese nicht kenne, enthalte ich mich eines speziellen Kommentars.
Aber, schwarze Schafe gibt es in jeder Branche.
_______________
Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de

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