hätten wir das deutsche Steuerrecht nicht, würde die Produktivität auf einen Schlag gewaltig ansteigen ... wie dem auch sei:
Ich bin Alleingesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH, gleichzeitig allerdings für drei Tage pro Woche bei einer Unternehmensberatung als Berater unbefristet angestellt. Ich habe eine Wohnung 2 km von meinem GmbH-Büro entfernt und eine am 130 km entfernten Sitz der Unternehmensberatung (Düsseldorf). Ich pendle jede Woche ein Mal hin und her, arbeite 3 Tage in der Beratung und den Rest der Zeit in meiner GmbH. Ich nutze die Tage in Düsseldorf allerdings auch für Kunden- und Vertriebstermine für meine GmbH in der dortigen Nähe.
Viel komplizierter geht's glaube ich nicht - ich zumindest schaue grade bei der Recherche wie ein Schwein ins Uhrwerk: Wenn ich jetzt ein Fahrzeug anschaffe, wie ist das dann hinsichtlich 1-Prozent-Regelung, Reisekosten, Familienheimfahrten/doppelter Haushaltsführung und Privatfahrten grob zu beurteilen?
Bisher nahm ich an, dass ein über meine GmbH geleaster Gebrauchtwagen mit 1-Prozent-Regelung die beste Lösung ist - wenn ich dann allerdings den Bruttolistenneupreis versteuern muss _und_ die Umsatzsteuer nicht komplett ziehen kann, wird's doch wieder extrem teuer. Lohnt es sich da, das Fahrzeug privat zu leasen und meiner GmbH die Kilometer in Rechnung zu stellen? Sind die Fahrten nach Düsseldorf als Privatfahrten zu werten, oder kann ich sie als Geschäftsreisen deklarieren, da ich tatsächlich praktisch jede Woche einen GmbH-Termin in Düsseldorf und Umgebung wahrnehme?
Die Kernfrage für mich im Moment: Wie muss ich rechnen, um die monatliche Belastung zu ermitteln, die das Fahrzeug bedeuten würde? Davon hängt schließlich ab, was für ein Auto ich mir leisten kann.
Stimmt zudem der folgende Satz, den ich im WWW fand: "Für (Arbeitnehmer und) GmbH-Geschäftsführer bleibt es beim generellen Wahlrecht zwischen 1-Prozent-Pauschale oder Einzelabrechnung, weil hier der Wagen stets als notwendiges Betriebsvermögen des Arbeitgebers bzw. der GmbH gilt."
Vielleicht lässt sich das auch per Forum nicht klären - dann muss ich eben bis in zwei Wochen warten, wenn ich wieder einen Termin mit meinem Steuerberater machen kann. Ein grober Hinweis, was besser ist, würde mir aber schon sehr weiterhelfen.
Vorab herzlichen Dank und viele Grüße
Trollinger

