Gebühr

Wer diesen Begriff hört, der weiß sofort: da will jemand Geld von mir haben. Im täglichen Leben werden viele Zahlungen als Gebühr bezeichnet – man denke nur an Bearbeitungsgebühren von Banken oder die Verzugsgebühren in der Videothek, wenn man einen Film nicht pünktlich zurückbringt. Eine Gebühr im eigentlichen Sinne ist jedoch eine Geldforderung öffentlich-rechtlicher Natur, die man bezahlen muss, wenn man eine bestimmte Leistung in Anspruch nimmt. Von den Gebühren abzugrenzen sind beispielsweise Steuern, die zu bezahlen sind, ohne dass man eine konkrete Gegenleistung dafür bekommt.

Die Berechtigung, eine bestimmte Gebühr zu verlangen, ist in der Regel festgeschrieben – etwa in einer Satzung oder Rechtsnorm. Auch die Höhe der Gebühren steht von vornherein fest und knüpft meistens an eine bestimmte Bezugsgröße an. So kommt es etwa bei der Wassergebühr darauf an, wie viele Kubikmeter vom kühlen Nass man laut Zähler verbraucht hat.

Im Unternehmensbereich sind eine ganze Reihe von Gebühren denkbar:

  • Abwassergebühren
  • Autobahngebühren
  • Kanalgebühren
  • Müllgebühren
  • etc.

Als Unternehmer kann man Gebühren immer dann als Betriebsausgaben abziehen, wenn eine ausschließlich betriebliche Veranlassung vorliegt.