Investitionsabzugsbetrag

Die früher so beliebte Ansparabschreibung hat ihren Namen geändert. Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 wurde der Investitionsabzugsbetrag ins Leben gerufen. Geändert hat sich aber nicht nur der Name sondern die Verfahrensweise der Anwendung, die im folgenden beschrieben wird.

Für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren, beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens kann für bis zu 40% der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ein Investitionsabzugsbetrag gewinnmindernd unter folgenden Voraussetzungen gebildet werden:
  1. Der Investitionsabzugsbetrag kann für neue oder gebrauchte, abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens gebildet werden.
  2. Der Gewinn von nicht bilanzierenden Unternehmen darf im Jahr des Abzuges 100.000,- EUR nicht übersteigen.
  3. Das begünstigte Wirtschaftsgut muss in den drei folgenden Wirtschaftsjahren angeschafft oder hergestellt werden.
  4. Dem Finanzamt wird das Wirtschaftsgut seiner Funktion nach benannt und die voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten müssen angegeben werden.
  5. Im Jahr der Anschaffung und in dem darauffolgenden Wirtschaftsjahr muss das Wirtschaftsgut zu mindestens 90% betrieblich genutzt werden.
Im Jahr der Anschaffung ist der Investitionsabzugsbetrag gewinnerhöhend aufzulösen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des benannten Wirtschaftsgutes vermindern sich um den gebildeten Investitionsabzugsbetrag.

Die geplante Investition findet nicht statt

Wird das im gebildeten Investitionsabzugsbetrag benannte Wirtschaftsgut nicht angeschafft, ist der Investitionsabzugsbetrag im Jahr der Bildung gewinnerhöhend aufzulösen.