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1%-Methode bei Kfz-Kosten, Ausnahmeregelung?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

Fragen1%-Methode bei Kfz-Kosten, Ausnahmeregelung?

Uhr
Von: florian
3 Antworten
hallo,
was kann man tun, wenn die nach der 1%-Methode ermittelten Kfz-Kosten gleich groß bzw. sogar leicht geringer sind als die tatsächlich ermittelten Kosten? Gibt es in solchen Fällen ggf. Ausnahmeregelungen?

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

per Gesetz gilt die 1%-Regelung nur dann, wenn das Fahrzeug zu mehr als 50 % betrieblich genutzt wird.
Alternativ gibt es dann nur die Möglichkeit ein aufwendiges Fahrtenbuch zu führen.

Die 1%-Regelung führt ggf. zu dem ab absurdum, dass das eine Prozent genauso hoch ist wie die Kosten und es so – trotz mehr als 50%iger betrieblicher Nutzung – zu keiner Gewinnminderung kommt.

Im Umkehrschluss aber bedeutet dies, wird das Fahrzeug zu weniger als 50 % betrieblich genutzt, dann gilt die 1%-Regelung nicht, der Privatanteil ist zu schätzen. Wird dieser zum Beispiel auf 70% geschätzt – und vom Finanzamt so akzeptiert – dann hat man immerhin einen Betriebsausgabenabzug von 30%; auch ohne Fahrtenbuch.

Also, auf zu einer erhöhten Privatnutzung.

Mit freundlichem Gruß

Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de

Von: Rosalinde02
Uhr
Ich habe ein grüßes Problem, uzw. habe ich in der nächsten Woche Betriebsprüfung. Bei Durchsicht meiner Unterlagen stellete ich fest, daß ich die Umsatzsteuer für die unentgeldliche PKW-Nutzung von 1% für die Jahre 2004 und 2005 gemeldet und bezahlt aber nicht gebucht habe. Kann das zu Schwierigkeiten führen??

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

hier dürfte ein “normaler” Buchungsfehler vorliegen. Dieser wird vom Prüfer korrigiert und sofern sich hierdurch Steueränderungen (Erhöhung oder auch Minderung) ergeben, werden diese durch gesonderte geänderte Bescheide, zusammen mit den übrigen Prüfungsfeststellungen, festgesetzt.

Bei genauerer Durchsicht der Steuererklärungen hätte dieser Fehler dem Finanzamt bei der jährlichen Steuerveranlagung auffallen müssen.

Gruß

Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de