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Anschaffung oder ev. Leasing

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenAnschaffung oder ev. Leasing

Uhr
Von: dream-come-true
8 Antworten
Hallo zusammen,

mein Mann ist selbstständig und hat vor nächstes Jahr ein neues Auto zu kaufen oder zu leasen oder auch zu finanzieren.
Es kommt halt darauf an, was es kostet 🙂

Was ist steuerlich gesehen günstiger? Das Fahrzeug wird mit mehr als 50 % von der Firma genutzt. Privat fahren wir sehr sehr wenig.

Es ist eine kleine Firma, wir machen eine EÜ-Rechnung. Braucht ihr noch irgendwelche Infos?

Danke und lieber Gruß

*dream-come-true*

Von: dream-come-true
Uhr
Hallo,

es wäre wirklich toll, wenn mir jemand sagen könnte, was steuerlich günstiger für uns ist. Der Gewinn lag im letzten Jahr unter 10000 Euro. Diese Jahr wird es in etwa genauso sein.
Bitte jetzt nicht sagen, sucht einen Steuerberater. Leider hatten wir mit einem schlechte Erfahrungen gemacht. Er wußte nicht einmal, dass wir die Differenzbesteuerung anwenden können.

Deswegen mache ich das jetzt lieber alles selbst, habe mir extra ein Buchführungsprogramm gekauft, es klappt auch alles gut und das FA ist auch zufrieden mit uns 🙂 Wir führen ja auch immer schön die Steuern ab.
Außerdem gibt es immer nette Leute, so wie hier, die einem weiterhelfen können 🙂
LG und eine schönes WE

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

nunmal nicht gleich so ungedultig.
Die Antworten hier im Forum sind zwar kostenlos, dafür aber eben nicht garantiert und – da in der Freizeit geschrieben – nicht immer ganz zeitnah.
Wenn Sie garantierte und zeitnahe Antworten bevorzugen, dann kann ich Ihnen (doch) nur den Rat geben einen Steuerberater zu beauftragen. Das Sie “immer schön die Steuern abführen” bedeutet ja nicht, dass deren Höhe auch korrekt ist, vielleicht ist es ja zu viel oder zu wenig. Was sich erst bei einer späteren Prüfung durch das Finanzamt oder im Zweifel nie herausstellt. Da macht sich guter Rat schon bezahlt.

Nichtsdestotrotz nun zu Ihrem Problem:

Bei der kleinen Größe Ihres Untenehmens kann vereinfacht geseagt werden, dass steuerlich das sinnvoll ist, was wirtschaftlich sinnvoll ist.

Also dort, wo Sie über die gesamte Laufzeit gesehen, unter Berücksichtigung von möglichen Rest-/Übernahmewerten, am wenigsten bezahlen sollen, da sind Sie auch steuerlich am günstigsten aufgehoben. Da es für privat mitbenutzte PKW sowieso keine Ansparrücklagen-/Investitionsabzugsbetrags- oder Sonderabschreibungsmöglichkeiten mehr gibt, spielen steuerliche Aspekte bei Kleinbetrieben nur noch eine sehr untergeordnete Rolle.

Von: dream-come-true
Uhr
Hallo Herr Kexel,

sorry, wenn ich ungeduldig erschienen bin, bin ich öfters mal 🙂

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich bin inzwischen zu der Meinung gekommen, dass es wohl günstiger ist, ein Gebrauchtfahrzeug zu erwerben. Ein neues können wir uns einfach nicht leisten, man weiß ja nie, wie es weitergeht. Wir sind ja schon froh, dass es so läuft, dass das Geschäft nach 5 Jahren Gewinn abwirft.
Ja, mit den Steuern ist das so eine Sache, ich hoffe, dass ich alles soweit richtig mache und die Steuern korrekt abführe.
Im ersten Jahr hatten wir einen Steuerberater, wie schon erwähnt, ich habe die Buchführung auch in dieser Zeit schon gemacht, um mich eben in die Materie einzuarbeiten. Dabei habe ich festgestellt, dass zwischen dem Ergebnis des Steuerberaters und meinem Ergebnis höchstens mal eine Differenz von max. 10 Euro waren.
Von daher denke ich schon, dass soweit alles korrekt ist.

Ich muß das KFZ dann ins Betriebsvermögen nehmen, das ist klar, aber wie lange muß es abschreiben und muß ich dann auch vom Bruttolistenpreis die 1% monatlich als Privat buchen?

Danke, Gruß und einen schönen Abend noch.

Übrigens finde ich es klasse, dass es dieses Forum gibt 🙂

Von: dream-come-true
Uhr
Hallo Herr Kexel,

wenn ich ein Auto kaufe, das eine LKW Zulassung hat, dann entfällt, wenn ich das richtig gelesen habe, die 1% Regelung?

Ich kaufe dann das Auto voll aufs Geschäft und wie lange muß ich es dann abschreiben, wenn es ein gebrauchtes ist?

Danke und Gruß

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

ein gebrauchter PKW (oder als LKW zugelassener PKW) wird auf die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Diese kann vereinfacht errechnet werden aus der Nutzungsdauer eines neuen Fahrzeugs von sechs Jahren abzüglich dem Alter des Fahrzeugs (ggf. in Monaten 72 Monate abzüglich Alter in Monaten).

Die 1%-Regelung errechnet sich hingegen grundsätzlich – egal ob Neu-Fahrzeug oder Gebraucht-Fahrzeug – vom Brutto-Listenneupreis zum Erstzulassungszeitpunkt.

Für einen “LKW”, der wie ein PKW genutzt wird (auch zum Transport von Personen), gilt das Gleiche wie für einen PKW.

Von: dream-come-true
Uhr
Danke 🙂

Von: Kexel
Uhr
Bitte, gerne wieder, aber von mir ohne Punkt und Komma (ohne emoticon – smiley), ich (als Mann) und dazu noch als Steuerfachmann stehe mehr auf eindeutige Fakten, sprich klare Worte, mit smileys gewinnt man leider keinen Prozess.

Von: dream-come-true
Uhr
*hihi*
ich möchte hier ja auch keinen Prozess gewinnen Herr Kexel, das war nur ein Ausdruck meiner Freude.