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Firmen PKW UND Privatwagen mit 0,3€ nutzen ?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenFirmen PKW UND Privatwagen mit 0,3€ nutzen ?

Uhr
Von: Lichtknecht
9 Antworten
Zuerst mal ein ‘Hallo’ in die Forumsrunde und ein großes Lob an alle, die hier beteiligt sind. Ich lese hier schon eine ganze Weile und konnte viele nützliche
Informationen abgreifen.

Vielen Dank ! 😀

Und nun die Frage:

Einzelunternehmer L. besitzt ein Leasing-Firmenfahrzeug, das er mit der 1% Regelung versteuert. Um die Kilometerleistung des Leasingfahrzeuges im Rahmen
zu halten, nutzt er auch vorrangig den Privatwagen seiner Frau (auf sie zugelassen, Kosten trägt er).
Dieses Fahrzeug bewegt er 600 km /Woche, während das Leasing Fahrzeug überwiegend von seiner Frau gefahren wird.
Die Kosten für das privat Fahrzeug möchte er mit 0,3€/km als Betriebsausgabe geltend machen.

-> ist das so möglich ? Oder ist L. verpflichtet, das Firmenfahrzeug zu nehmen ?

Danke vorab 😉

Gruss
Lichtknecht

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

also mal der Reihe nach,

1. die 1%-Regelung für das Leasingfahrzeug ist nur möglich, wenn dieses zu mindest 50 % betrieblich genutzt wird, anderenfalls ist der Privatanteil zu schätzen (zwischen 50 % und 90 %).

2. Die Kosten für die betriebliche Nutzung des Privatfahrzeugs können mit 0,30 EUR pro gefahrenem Kilometer auf Nachweis (Reisekostenabrechnung) geltend gemacht werden.

Von: Lichtknecht
Uhr
Hallo Herr Kexel,

ist klar soweit, aber kann ich als Einzelunternehmer den Privatwagen 600 km pro Woche mit 30 Cent ansetzen während der Geschäftswagen quasi rumsteht ?

Danke+Gruss

Andreas

Von: Kexel
Uhr

ja, es gibt keine Vorschrift die besagt, dass Sie Ihre Betriebs-PKW bevorzugt für betriebliche Zwecke einsetzen müssen.

Aber, der Nachweis der betrieblichen Nutzung des Leasingfahrzeugs von über 50 % wird schwerer, je mehr Kilometer mit dem Privat-PKW, statt dem Betriebs-(Leasing-)PKW zurückgelegt werden. Da hilft dann wahrscheinlich nur noch ein Fahrtenbuch.

Von: Lichtknecht
Uhr
Hallo,

ok verstanden, dann wird meine Frau ab jetzt wohl wieder die alte Schlurre fahren müssen

Das gibt Ärger :mrgreen:

Danke.

Gruß

Andreas

Von: tl23
Uhr
Hallo,

es würde ja ausreichen, wenn man mit dem Betriebswagen knapp über 50% beruflich fährt. Den Rest der betrieblichen Fahrten erledigt man mit dem privaten Zweitwagen über die 30-Cent-Regelung.

Wenn man 600km pro Woche fährt, dann entspricht das 180€. Zieht man die Benzinkosten ab, dann bleibt immer noch ein Betrag, der hoch genug ist, damit sich das Ganze lohnt – behaupte ich.

Vorraussetzung wäre, dass der Besitzer des Zweitwagens eine entsprechende Rechnung (30cent pro) ausstellt.

Ist das so korrekt?

VIele Grüße

Von: Lichtknecht
Uhr
Rechnung ist m.E nicht notwendig. Man muss nur nachweisen, das man die Kosten auch tatsächlich getragen hat (Quittungen etc)
Allerdings scheint es auch eine Art Kostendeckelung zu geben, d.h. wenn die tatsächlichen Kosten geringer sind als die Summe aus den 30CentKilometern,
dann werden diese angesetzt. Oder so ähnlich 8)

Kann das jemand bestätigen ?

Prima Grüsse

Andreas

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

bei welchem PKW sind – bei den heutigen Spritpreisen – die Gesamtkosten (Wertverzehr, Inspektionen, Reparaturen, Versicherung, Steuern, Kraftstoff) niedriger als 30 Cent pro Kilometer?

Eine Rechnung des Fahrzeug-Eigentümers ist nicht erforderlich.

Eine Kostendecklung gibt es nicht. Außnahmen bestehen nur bei außerordentlich hohen Jahresfahrleistungen von über 40.000 Kilometer.

Quote:
es würde ja ausreichen, wenn man mit dem Betriebswagen knapp über 50% beruflich fährt. Den Rest der betrieblichen Fahrten erledigt man mit dem privaten Zweitwagen über die 30-Cent-Regelung.

Dies geht aber nur mit einem ganz exakt geführten Fahrtenbuch!

Von: Lichtknecht
Uhr
Quote:
[bei welchem PKW sind – bei den heutigen Spritpreisen – die Gesamtkosten (Wertverzehr, Inspektionen, Reparaturen, Versicherung, Steuern, Kraftstoff) niedriger als 30 Cent pro Kilometer?
/quote]

Hallo,

Naja, Versicherung und Steuern sind soda-Kosten, Wertverzehr hat man nur bei neuwertigen Autos.
Der Rest verhält sich proportional zur Fahrleistung. Und dafür sind die 30 Cent so schlecht nicht..besser als für einen Leasing- Neuwagen bei Rückgabe 12 Cent pro zuviel gefahrenem Kilometer nachzahlen. Und das nur für die Abnutzung 😈

Prima Grüsse

Andreas

Von: Lichtknecht
Uhr
Quote:
bei welchem PKW sind – bei den heutigen Spritpreisen – die Gesamtkosten (Wertverzehr, Inspektionen, Reparaturen, Versicherung, Steuern, Kraftstoff) niedriger als 30 Cent pro Kilometer?

Ich kaufe ein ‘quote’ 😀