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Frage zu einem Artikel auf betriebsausgabe.de (Differenzbesteuerung, Kleinunternehmergrenze)

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenFrage zu einem Artikel auf betriebsausgabe.de (Differenzbesteuerung, Kleinunternehmergrenze)

Uhr
Von: Turnus
6 Antworten
Meine Frage betrifft diesen Artikel
https://www.betriebsausgabe.de/blog/2009/11/12/erhoehter-umsatz-bei-differenzbesteuerung-kippt-die-kleinunternehmergrenze/

Wenn ich das richtig verstehe, konnte man bis zum Jahr 2009 Gebrauchtware in beliebiger Menge an- und verkaufen und blieb trotzdem Kleinunternehmer, solange die Marge aus der Differenzbesteuerung weniger 17.500 Euro war.

Ist das wirklich so?

Beispiel: Angenommen ich kaufte im Jahr 2008 Gebrauchtware für 1 Million Euro und verkaufte sie zum selben Preis. Wäre ich dann 2008 dank 0 Marge Kleinunternehmer und hätte keine USt Erklärung abzugeben?

Danke für die Aufklärung

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

bei Ihrem Beispiel, Einkauf für 1 und Verkauf für 1/2, entsteht keine positive Marge, so dass sich Ihr Problem sowieso nicht stellt.

Von: Kexel
Uhr

ein Blick in das aufgeführte Schreiben erleichtert die Lösungssuche:

Quote:
Ermittlung des Gesamtumsatzes i. S. d. § 19 UStG zu dem in den § 25 und § 25a UStG verwendeten Begriff des Umsatzes [Link gelöscht, da nicht mehr erreichbar]GZ IV B 9 – S 7360/08/10001 DOK 2009/0309448

Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt zur Anwendung des Abschnitts 251 Abs. 1 Satz 4 UStR für die Ermittlung des Gesamtumsatzes i. S. d. § 19 UStG in Fällen der Besteuerung von Reiseleistungen nach § 25 UStG und der Differenzbesteuerung nach § 25a UStG Folgendes:
Bei Anwendung dieser Sonderregelungen ist für die Ermittlung des Gesamtumsatzes i. S. d. § 19 Abs. 3 UStG auf die vereinnahmten Entgelte und nicht auf den Differenzbetrag gemäß § 25 Abs. 3 UStG bzw. § 25a Abs. 3 UStG abzustellen.
Abschnitt 251 Abs. 1 Satz 4 UStR (Verweis auf Abschnitte 274 und 276a Abs. 8 bis 14 UStR) ist, soweit er diesem Schreiben entgegensteht, ab dem 1. Januar 2010 nicht mehr anzuwenden.

Von: Turnus
Uhr
Könnten Sie das mal für Laien erläutern?

Wird nun die Marge zur Ermittlung des Gesamtumsatzes herangezogen, so wie es im Artikel steht, oder nicht?

Von: Kexel
Uhr

Beispiel (Rechtslage ab 2010):

Einkaufspreis…..15.000 EUR
Verkaufspreis….18.000 EUR
Marge……………3.000 EUR

Gesamtumsatz..18.000 EUR
= KEIN Kleinunternehmer, da Gesamtumsatz über 17.500 EUR

Von: Turnus
Uhr
Hallo Herr Kexel, darum geht es doch gerade.

Wie sieht denn Ihr Beispiel für 2008 aus?

Danke

Von: Kexel
Uhr

Beispiel (Rechtslage bis 2009):

Einkaufspreis…..15.000 EUR
Verkaufspreis….18.000 EUR
Marge……………3.000 EUR

Gesamtumsatz….3.000 EUR
= Kleinunternehmer, da Gesamtumsatz nicht über 17.500 EUR