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Freiberufler – Bahncard 100

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenFreiberufler – Bahncard 100

Uhr
Von: faber
1 Antworten
Folgender Fall mit der Bitte um kurze Beurteilung:

Ich habe als Freiberufler einen Auftrag für 4 Monate in einer Stadt bekommen, die 200 km entfernt ist von meiner Heimatadresse. Da es eine sehr gute ICE-Verbindung mit einer Fahrtzeit von knapp über einer Stunde gibt, möchte ich täglich pendeln. Nach Recherche im Netz und hier im Forum sehe ich folgende Kostenszenarien:

1) Kaufpreis von Einzelfahrkarten ist voll als Betriebsausgabe absetzbar: 100 EUR/Tag * 16 Arbeitstage/Monat * 4 = 6.400 EUR
(ggf. günstiger mit Bahncard 25/50)

2) Kauf der Bahncard 100 zum Preis von 4.090 EUR, muss für ein ganzes Jahr genommen werden –> absetzbare Betriebsausgaben = (EUR 4.090 / 12) * 4 = EUR 1.363

Gibt es Alternativen zum in meinen Augen unbefriedigenden Ansatz von Punkt 2 (EUR 1.363)?

Vielen Dank im Voraus!

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

“Betriebsausgaben sind die Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind.” (§ 4 Abs. 4 EStG)

Also kann nur das geltend gemacht werden, was tatsächlich an Kosten angefallen ist und keine irgendwelchen fiktiven Kosten. Wenn Sie “Holzklasse” fliegen, können Sie auch keine möglichen “First-Class”-Kosten absetzen.

Wenn Sie die höheren Fahrtkosten geltend machen wollen, dann sind diese auch in entsprechender Höhe vorher auszugeben. Wenn Sie sparen, dann spart der Staat mit.