≡ Menu
Fragen »

Gewerbeanmeldung Betriebsstätte oder Zweitwohnsitz, Arbeitszimmer anrechnung

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenGewerbeanmeldung Betriebsstätte oder Zweitwohnsitz, Arbeitszimmer anrechnung

Uhr
Von: Sonja 2345
1 Antworten
Hallo

1. Ich arbeit Vollzeit sozialversicherungspflichtig
2. seit 2011 auch als Dozentin (Einnahmen 2013: 200 Euro)
3. neu habe ich jetzt ein Gewerbe (Tupperberaterin Einnahmen 2013: 150 Euro) angemeldet bei meinen Eltern (da da die Gewerbeanmeldung günstiger war), das Bürgerbüro im Rathaus sagt, ich soll am besten auch meinen Zweitwohnsitz hier anmelden. Dann kann ich einmal die Woche heimfahrten abrechnen.

Nun zu meinen Fragen
1. wie ist es aber mit Fahrten zur Betriebsstätte, kann ich jede Fahrt von meinem Hauptwohnsitz zur Betriebsstätte anrechnen?
2. Unterscheidung Heimfahrt und Fahrt zur zur Betriebsstätte, würde ich ja manchmal kombinieren?
3. Kann ich bei meinen Eltern ein Arbeitszimmer gelten machen, hätten genügend Räume, bei mir in der Wohnung am meinem Hauptwohnsitz wird es nicht anerkannt. Kann ich da die Pauschale von 1250 Euro setzen?

Zur Erläuterung für 2014 habe ich mehr Einnahmen als Dozentin
geschätzt 4000 Euro und als Tupperberaterin 300 Euro.

Vielen Dank

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

wenn Ihr Büro und Lager für die Tupperberatungen sich bei Ihren Eltern befindet, dann sind die Fahrten zwischen Ihrer Wohnung und dem Betrieb nur mit der Entfernungspauschale von 0,30 EUR pro Entfernungskilometer steuerlich abzugsfähig. Allerdings nur die Fahrten, die ausschließlich dem Betrieb “Tupperberatung” dienen. Fahrten die auch oder nur dem Besuch der Eltern dienen sind steuerlich nicht abzugsfähig.

Raumkosten in der Wohnung/Haus der Eltern sind steuerlich von Ihnen nur dann abzugsfähig, wenn Sie auch tatsächlich Kosten getragen haben. Also Miete und/oder Mietnebenkosten offiziell an Ihre Eltern zahlen, und zwar unter den Bedingungen wie zwischen fremden Dritten. Ihre Eltern haben dann natürlich diese Mieteinnahmen als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu versteuern.

Wohnen Sie selbst noch bei Ihren Eltern, dann sieht die Rechtslage anders aus. Hierzu ist aber noch entscheidend wo Sie Ihren Lebensmittelpunkt haben, (noch) bei Ihren Eltern oder in Ihrer eigenen Wohnung?

Allerdings macht es bei nur 300 EUR Einnahmen pro Jahr als Tupperberaterin keinen Sinn sich groß über Betriebsausgaben Gedanken zu machen. Wichtiger ist viel mehr, ob diese Tätigkeit überhaupt wirtschaftlich rentabel ist.