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GWG – Pool – nicht ganz klar

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenGWG – Pool – nicht ganz klar

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Also, was mich verwirrt, sind die in meinen Augen widersprüchlichen Vorgehensweisen (aber wahrscheinlich hab ich gerade einfach nur ein großes Verständnisproblem):

Auf der einen Seite kann man, egal ob GWG oder nicht, alles unter 150 Euro sofort absetzen,

auf der anderen Seite, müssen Anschaffungskosten (z.B. Soundkarte – Wert unter 150€) zu einem Wirtschaftsgut (Laptop / PC) dazu gebucht werden.

Auch in https://www.betriebsausgabe.de/forum/topic-573.html, dass man so etwas sofort absetzen kann (hier geht es um Arbeitsspeicher <150 Euro)

Von: Kexel
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Hallo,

das Steuerrecht soll ja nicht einfach sein, sonst könnte ja jeder seine korrekte Steuer selbst ausrechnen und der Staat müsste die Steuersätze erhöhen, um so auf seine Einnahmen zu kommen.

Also, zu den Anschaffungskosten eines Wirtschaftsgut gehört alles, um es in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, und zwar in den, in dem es später genutzt wird. Somit gehören Erweiterungen für einen PC zu dessen Anschaffungskosten. Das kann eine Maus für ein Notebook oder eine Arbeitspeicher-Erweiterung sein.

Da die Abschreibungsdauer von PC nur drei Jahre beträgt, wird es in der Regel nicht beanstandet, wenn erst in Folgejahren angeschaffte Erweiterungen von geringem Wert vereinfacht sofort als Betriebsausgaben behandelt werden. Der Grad zwischen Erweiterung (= Aktivierung) und Instandhaltung (= Sofortabzug) ist fließend.

Ein USB-Stick oder eine externe Festplatte hingegen, die ich überall einsetzen kann, sind – wenn der Einzelpreis unter 150 EUR liegt – sofort abzugsfähig.