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Laufzeit Verlängern, gleiche Rechnung?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenLaufzeit Verlängern, gleiche Rechnung?

Uhr
Von: Madorianer
2 Antworten
Hallo zusammen,

unsere Mitarbeiter bekommen im Standard ein Leasingfahrzeug mit 1% Regelung + Geldwerter Vorteil auf 36 Monate.
Die bestellten Extras muss der Mitarbeiter vorraus bezahlen (1x Zahlung des Extras-Anteil über 36 Monate).

Beispiel:
30.000,- Liste Brutto
Davon 5.000,- € Brutto Extras
Die Extras bewirken eine Erhöhung des Leasingpreises um 50,- € im Monat.
Dieser Betrag x36 Monate wird dem Mitarbeiter als 1x Zahlung + 19% Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt.

Wie ist nun die Rechnung?
25.000,- € bei Listenpreis annehmen oder dennoch die 30.000,- € inklusive der Extras, welche mit 19% bei der Einmalzahlung bereits besteuert wurden?

Ich erahne einen Fehler hier.

Nun geht es weiter, Laufzeit von 36 Monate auf 48 verlängern:
Der Mitarbeiter möchte nach 36 Monaten sein Fahrzeug verlängern lassen auf 48 Monate.
Muss nun erneut der Bruttolistenpreis angesetzt werden oder der bis dahin geltende Zeitwert?
Wir stellem dem Mitarbeiter hier die Extras nicht nochmalig für weitere 12 Monate in Rechnung.

Hoffe mir kann jeman den Knoten an der Sache lösen.

Danke euch!

Gruß

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

eine sehr komplexe und ungewöhnliche Fahrzeug-Mitarbeiter-Regelung.

In den Hinweisen zu den Lohnsteuerrichtlinien (H 8.1 LStH) heißt es dazu:

Quote:
Zuzahlungen des Arbeitnehmers
Beispiel zu Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten eines ihm auch zur privaten Nutzung überlassenen betrieblichen Kraftfahrzeugs:
Der Arbeitnehmer hat im Jahr 2009 zu den Anschaffungskosten eines Firmenwagens einen Zuschuss i. H. v. 10.000 EUR geleistet. Der geldwerte Vorteil beträgt jährlich 4.000 EUR. Ab Januar 2011 wird ihm ein anderer Firmenwagen überlassen.
Der geldwerte Vorteil i. H. v. 4.000 EUR wird in den Jahren 2009 und 2010 um jeweils 4.000 EUR gemindert. Auf Grund der Überlassung eines anderen Firmenwagens ab 2011 kann der verbleibende Zuzahlungsbetrag von 2.000 EUR nicht auf den geldwerten Vorteil dieses Firmenwagens angerechnet werden.
Bei Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu Leasingsonderzahlungen ist entsprechend zu verfahren.
Bei der Fahrtenbuchmethode fließen vom Arbeitnehmer selbst getragene Aufwendungen nicht in die Gesamtkosten ein und erhöhen nicht den individuell zu ermittelnden geldwerten Vorteil. Bei der 1 %-Regelung mindern vom Arbeitnehmer selbst getragene Aufwendungen nicht den pauschal ermittelten geldwerten Vorteil (>BMF vom 6.2.2009 – BStBl I S. 412).

Für die 1%-Regelung gilt immer der Listen-Neupreis im Zeitpunkt der Erstzulassung des Fahrzeugs. Somit auch bei einer Verlängerung des Leasingvertrags.

Von: Madorianer
Uhr
Dankeschön! Das hilft schonmal deutlich weiter.