≡ Menu
Fragen »

Privatwohnung – Umwandlung in Büro

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenPrivatwohnung – Umwandlung in Büro

Uhr
Von: maxcomaro
2 Antworten
Hallo,

ich bin Gewerbetreibender im Bereich Pflege/Soziales und habe folgende, relativ komplexe Fragestellung zur steuerlichen Absetzbarkeit einer Privatwohnung:

Seit 16 Jahren wohne ich in einem Apartment (Erdgeschoss) in einer reinen Wohngegend. Da sich nun die Möglichkeit ergibt, mit meiner Lebensgefährtin ein paar Häuser weiter in eine größere Wohnung zu ziehen, möchte ich die bisherige Wohnung weiterhin als Büro nutzen. Der Vermieter ist damit einverstanden, sofern er keinen neuen, gewerblichen Mietvertrag aufsetzen muss. Das wäre m.W. auch nicht möglich, da es sich wie gesagt um ein reines Wohngebiet handelt. Außerdem würde dann zusätzlich MwSt anfallen, was ich natürlich vermeiden möchte, zumal ich sie nicht als Vorsteuer geltend machen könnte.
Da es in der Wohnung/im Büro keinen oder kaum Kundenverkehr gäbe, wäre eine Umwidmung als Gewerbefläche m.W. auch nicht nötig (wie es z.B. für Makler, Steuerberater etc. ebenfalls nicht nötig ist; einzig das Einverständnis des Vermieters muss eingeholt werden). Es wäre ein reines Büro, in dem am PC und am Telefon gearbeitet und Akten aufbewahrt würden.

Frage 1: Ist diese Zweitwohnung, die sich in derselben Straße befindet wie die neue Wohnung, komplett als Betriebsausgabe absetzbar (inkl. aller Nebenkosten und Garagenmiete)?

Frage 2: Dieses Apartment besteht aus einem großen Wohnraum mit Bett, der als Büro umgestaltet werden würde, einer Küche, einem Duschbad und einer Abstellkammer. Darf das Bett in der Wohnung/dem Büro verbleiben, ohne dass die betriebliche Nutzung in Frage gestellt wird? Ich frage deshalb, da ich mir zum Einen die Option offenhalten möchte, hier auch mal zu schlafen, wenn es spät geworden ist, zum Anderen möchte ich das Büro evtl. auch als Gästezimmer bei Familienbesuch oder als Messezimmer anbieten können.
Wie ist es mit der Küche? Es handelt sich um eine normale, voll ausgestattete Küche. Auch in einem Büro braucht man ja gelegentlich eine Kochgelegenheit.
Darf in dem Büro neben dem Bett auch ein Fernseher stehen? Falls die überwiegende Nutzung als Büro auch optisch erkennbar sein muss, könnte ich das Bett durch ein Wandklappbett ersetzen und den Fernseher in einem Wandschrank verstauen.

Frage 3: Falls die steuerliche Absetzbarkeit gegeben ist, beinhaltet dies dann auch alle Renovierungs-/Modernisierungsarbeiten? Also z.B. Anschaffung moderner Küchengeräte (die Küche ist 20 Jahre alt und müsste eigentlich komplett erneuert werden), Renovierung des Bades (z.B. Erneuerung der defekten Duschtür), neue Tapete, Anstrich, Gartenmöbel, Einbruchschutz, etc. pp. Auch das oben erwähnte Wandklappbett wäre hier zu erwähnen.

Noch ein Hinweis: Ich habe bereits ein kleines Büro in einem anderen Stadtteil desselben Ortes, das ich für den Kundenverkehr nutze. Die bisher privat genutzte Wohnung hätte als Büro also die Funktion einer weiteren Betriebsstätte. Es wäre aber auch möglich, sie als Haupt-Firmensitz zu deklarieren und das andere Büro als Zweigstelle, falls dies steuerlich von Vorteil oder unproblematischer wäre.

Danke für Eure hilfreichen Antworten!

Max

Von: maxcomaro
Uhr
Noch eine Frage:
Wie verhält es sich mit der Zweitwohnungssteuer? Fällt sie in meinem Beispiel an? Wie ließe sie sich vermeiden?

Max

Von: Kexel
Uhr
maxcomaro wrote:
… ich bin Gewerbetreibender im Bereich Pflege/Soziales und habe folgende, relativ komplexe Fragestellung zur steuerlichen Absetzbarkeit einer Privatwohnung …

Komplexe steuerliche Fragen sollten Sie sich nicht vom Internet beantworten lassen, denn nur Guter Rat (vorher) schont das Vermögen. Und diesen erhalten Sie – mit Haftungsgarantie – nur von einem Steuerberater.