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Zugabe zu gekauftem Produkt

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenZugabe zu gekauftem Produkt

Uhr
Von: Nantaku
3 Antworten
Hallo,

kauft ein Kunde bei mir eine größere Menge eines bestimmten Produktes, bekommt er gratis eine Fläschchen Likör (0,4 l) dazu. Dieser Likör gehört ansonsten auch ganz normal zu meiner Produktpalette.

Den Einkauf buche ich also als Wareneingang und ziehe die Vorsteuer. Wie buche ich nun die Gratis-Abgabe richtig, und was muss ich bezüglich der Umsatzsteuer beachten?

Vielen Dank schon im Voraus für Ihre Mühe!

Viele Grüße

Von: TorstenMo
Uhr
Ein Problem wird doch das erst, wenn Sie Lagerhaltung betreiben oder dazu verpflichtet sind Bestände im Lager, Eingänge und Ausgänge buchhalterisch zu erfassen. Sofern Sie das nicht müssen, brauchen sie auch keine anderen buchungssaetze bilden, wenn Sie eine Flasche dazu geben. Das sieht ebenso aus, als hätten sie diese verkauft oder der Umsatzerlös bezieht sich auf eine Flasche mehr.

Mehr zu https://www.betriebsausgabe.de/zugabeartikel-330.html

Von: Nantaku
Uhr
Hallo,

letztlich ist schon nachvollziehbar, wie viele eingekauft, verkauft und noch vorhanden sind. Streuartikel sind es ja leider auch nicht. Es muss doch eine gesetzliche Regelung dazu geben.

Ganz ähnlich ist es doch, wenn ein Getränkeshop gratis ein Bierglas zu einem Kasten Bier dazu gibt. Auch die Biergläser müssen ja irgendwie gebucht werden.

Viele Grüße

Von: TorstenMo
Uhr
Ich kenne da leider keine Regelung, da für mich der Fall insofern klar ist. Der Kunde kauft bei Ihnen eine Menge X Flaschen zu einem Preis von Y ein. Da Sie ein gütiger Mensch sind, geben Sie ihm jedoch nicht die bestellten X Flaschen sondern sie packen ihn in den Karton X plus eins und verlangen dafür aber nur Y. Wenn man es ganz genau nimmt, betreiben sie der betriebswirtschaftlichen Unsinn und senken durch die Zugabe dieser einen Flasche den Verkaufspreis der übrigen Flaschen ab der Einkauf wurde ordnungsgemäß erfasst und als Betriebsausgabe gewinnen und gebucht. Nur beim Verkauf scheißen sie sich etwas selbst.

Das Konto dafür könnte sein (SKR 04): Gewährte Boni 19% USt, 4760 oder besser noch:
4790 » Gewährte Rabatte 19% USt

Wenn Sie buchhalterisch Langeweile haben, können Sie gern dieser jeweils eine Flasche auf ein gesondertes Umsatzerlöskonto buchen und so am Jahresende sehen, wie viel sie tatsächlich verschenkt haben. Das bedeutet aber, Sie müssen den Waren verkauft eingehend auseinander rechnen und das macht für meine Begriffe viel Arbeit und ist nicht wichtig und nötig.

Etwas ähnliches wurde hier diskutiert: https://www.betriebsausgabe.de/forum/topic-1386.html