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Zweckgebunder Lohnzuschlag (Steuer- + SV-frei)

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenZweckgebunder Lohnzuschlag (Steuer- + SV-frei)

Uhr
Von: philip
3 Antworten
Auch die Kosten für Gesundheits- und Fitnessprogramme kann der Arbeitgeber brutto für netto übernehmen. Das Unternehmen muss dazu mit dem jeweiligen Anbieter eine Rahmenvereinbarung treffen und die Kosten direkt übernehmen.

Der Anbieter ist mein Unternehmen (Massage). Ich möchte nun auf diverse Unternehmen zugehen und mein Produkt verkaufen.
Wer kann mir einige Infos hierzu geben?
Z.B. wieviel Euro je Mitarbeiter/Jahr, auch für 400,- Euro Kräfte möglich, wo sind entsprechende Vordrucke zur Rahmenvereinbarung erhältlich, auch für deutsche Firmen möglich wenn ich meinen Firmensitz nach Belgien oder in die Niederlande verlege?

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

betriebsinterne Maßnahmen, die der Arbeitgeber zum Zweck der Gesundheitsförderung und Erhaltung der Arbeitskraft seiner Mitarbeiter durchführt, sind bis zu einem Betrag von 500 EUR je Arbeitnehmer im Kalenderjahr steuerfrei (§ 3 Nr. 34 EStG – http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__3.html).

Die Steuerfreiheit gilt für die in §§ 20 und 20a SGB V (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__20.html – http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__20a.html) beschriebenen Leistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung, die durch die Spitzenverbände der Krankenkassen konkretisiert wurden (siehe hier: http://www.dnbgf.de/fileadmin/texte/Downloads/uploads/dokumente/2008/GKV_Leitfaden_2008.pdf).

Im Einzelnen werden präventive und gesundheitsfördernde Ansätze im Betrieb begünstigt. Hierzu zählen auch Maßnahmen zur Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belastungen des Bewegungsapparats, z. B. Rückenschul-Kurse für die Mitarbeiter in Theorie und Praxis, Maßnahmen zur Verbesserung der Haltung, Vorbeugen von Rückenbeschwerden, richtiges Heben und Tragen. Dagegen sind Betriebs-, Freizeit- und Breitensportprogramme oder Maßnahmen ausschließlich zum Erlernen einer Sportart nicht begünstigt. Auch Mitgliedsbeiträge an Sportvereine oder Fitnessstudios sind nicht steuerbefreit, es sei denn, diese Einrichtungen bieten Maßnahmen an, die den fachlichen Anforderungen des Leitfadens der Spitzenverbände der Krankenkassen gerecht werden.

Von: philip
Uhr
Das ging aber schnell. Vielen Dank.

Meines Wissens gibt´s da noch was anderes. Hier habe ich einen Betrag von 40,- Euro je Mitarbeiter und Jahr im Kopf.
Wie sind hier die Regeln?

Von: Kexel
Uhr

Quote:
R 19.6 Lohnsteuer-Richtlinien
Aufmerksamkeiten

(1) 1Sachleistungen des Arbeitgebers, die auch im gesellschaftlichen Verkehr üblicherweise ausgetauscht werden und zu keiner ins Gewicht fallenden Bereicherung der Arbeitnehmer führen, gehören als bloße Aufmerksamkeiten nicht zum Arbeitslohn. 2Aufmerksamkeiten sind Sachzuwendungen bis zu einem Wert von 40 Euro, z. B. Blumen, Genussmittel, ein Buch oder ein Tonträger, die dem Arbeitnehmer oder seinen Angehörigen aus Anlass eines besonderen persönlichen Ereignisses zugewendet werden. 3Geldzuwendungen gehören stets zum Arbeitslohn, auch wenn ihr Wert gering ist.