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Blutdruckmeßgerät

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Die Kosten für ein Blutdruckmessgerät sind normalerweise keine Betriebsausgaben. Sie können bestenfalls als außergewöhnliche Belastung in der persönlichen Einkommensteuererklärung des Unternehmers berücksichtigt werden.

Anders sieht es aus, wenn das Blutdruckmessgerät betrieblich genutzt wird, etwa bei einem Arzt oder Apotheker. Die Kosten können dann als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Entweder komplett im Zeitpunkt der Anschaffung – falls es sich um ein geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) handelt – oder auf die Nutzungsdauer verteilt im Wege der Abschreibung für Abnutzung. Eine betriebliche Veranlassung kann unter Umständen auch dann vorliegen, wenn das Blutdruckmessgerät im Rahmen der Gesundheitsfürsorge für Mitarbeiter bereitgehalten wird (z. B. im Sanitätsraum).

Ebenfalls denkbar ist ein Betriebsausgabenabzug, wenn es sich bei dem Blutdruckmessgerät um ein Geschenk handelt. Die Kosten sind voll absetzbar, wenn es Arbeitnehmern des Unternehmers zugewendet wird. Falls es sich bei den Beschenkten um Betriebsfremde (z. B. Kunden oder Geschäftsfreunde) handelt, ist das gesetzliche Abzugsverbot für Geschenke über 35 Euro zu beachten.

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