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Kaffeeautomat

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Ein Kaffeeautomat wird in fast jedem Betrieb gebraucht, denn egal, ob Kunden oder Mitarbeiter – jeder freut sich über eine gute Tasse Kaffee. Die Kaffeemaschine von heute funktioniert mehr oder weniger automatisch. Von der praktischen Pad-Maschine bis hin zum komfortablen Vollautomat bekommt man alles. Für den Unternehmer hat die Anschaffung eines Kaffeeautomaten auch steuerliche Auswirkungen.

Wenn ein Kaffeeautomat nahezu ausschließlich betrieblichen Zwecken dient, dann handelt es sich um Anlagevermögen des Unternehmens. Das ist immer dann der Fall, wenn der Kaffee an Arbeitnehmer und Dritte – etwa Kunden und Geschäftsfreunde – ausgeschenkt wird. Durch die ausschließlich betriebliche Veranlassung stellen die Anschaffungskosten abzugsfähige Betriebsausgaben dar. Falls der Kaffeeautomat ein geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) ist, können diese voll im Anschaffungsjahr abgezogen werden. Andernfalls müssen die Anschaffungskosten über die Nutzungsdauer verteilt (AfA) werden werden.

Sofern ein Kaffeeautomat an eigene Arbeitnehmer verschenkt wird, sind die Aufwendungen in voller Höhe als Betriebsausgabe abzugsfähig. Beim Arbeitnehmer ist das Gerät aber nur dann lohnsteuerfrei, wenn es einen Wert von höchstens 44 Euro hat. Wer einem Dritten (z. B. Geschäftsfreund oder Kunde) einen Kaffeeautomat schenkt, darf die Kosten aufgrund einer gesetzlichen Abzugsbeschränkung nur bis zu einer Freigrenze von 35 Euro als Betriebsausgabe absetzen. Die Zuwendung führt bei dem Dritten allerdings in jedem Fall zu einer Steuerpflicht.

Unternehmer können eine pauschale Steuer übernehmen, wenn ein Kaffeeautomat beim Beschenkten zu einer Steuerpflicht führen würde. Diese beträgt 30 Prozent der Aufwendungen zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag.


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