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Kinokarten

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Grundsätzlich sind Kinokarten nicht abzugsfähige Kosten der Lebensführung, da diese der persönlichen Freizeitgestaltung – also dem Privatbereich zuzurechnen sind.

Anders sieht es aus, wenn ein Unternehmer die Kinokarten verschenkt: dann können die Aufwendungen auch Betriebsausgaben des Unternehmens sein. In welcher Höhe diese abzugsfähig sind, hängt davon ab, wer der Beschenkte ist.

Handelt es sich um einen Geschäftsfreund, dann ist ein Betriebsausgabenabzug – wie jedem anderen Geschenk auch – nur bis maximal 35 Euro zulässig. Überschreitet man diese Grenze, so ist die Kinokarte insgesamt eine nicht abzugsfähige Betriebsausgabe. Ab einer Bagatellgrenze von 10 Euro führt ein Geschenk beim Empfänger auch zur Steuerpflicht.

Wenn ein Unternehmer einem eigenen Arbeitnehmer eine Kinokarte schenkt, dann können die Aufwendungen in unbegrenzter Höhe als Betriebsausgabe verbucht werden. Allerdings sind Geschenke an Mitarbeiter generell nur bis zu einer monatlichen Freigrenze von 44 Euro steuerfrei. Insbesondere dann, wenn auch noch andere Sachbezüge gewährt werden (z. B. Benzingutscheine) muss man aufpassen, dass man die Freigrenze nicht überschreitet.

Wer als Unternehmer eine steuerpflichtige Kinokarte (also mehr als 10 Euro bei Geschäftsfreunden bzw. 44 Euro bei Arbeitnehmern) verschenkt, will normalerweise nicht, dass der Beschenkte auch noch Steuern dafür bezahlen muss. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass man eine pauschale Steuer von 30 Prozent plus Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag (nach § 37b EStG) übernimmt.


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