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Lieferservice

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Der Lieferservice als Dienstleistung zählt dann zu den Betriebsausgaben, wenn die gelieferte Ware oder der gelieferte Gegenstand ebenso eine Betriebsausgabe darstellt oder über mehrere Jahre abgeschrieben wird. Hier gilt das Motto der Buchführung: “Die Nebenleistung teilt das Schicksal der Hauptleistung.”

Was so viel heißt: Wenn die Hauptleistung oder die Hauptlieferung steuerliche Betriebsausgabe ist, ist es automatisch auch die Nebenleistung, in diesem Fall der Lieferservice. Gleiches gilt für Transportkosten, Lagerkosten oder Finanzierungskosten.

Beispiele 1

Der Unternehmer bestellt per Internet Reinigungsmittel, welche gegen eine Liefergebühr von 4,95 EUR von einem Lieferservice gebracht werden. In diesem Fall ist die Liefergebühr ebenso Betriebsausgabe, da die Reinigungsmittel betrieblich verwendet und bestellt wurden.

Beispiel 2

Der Unternehmer bestellt sich zum Mittag eine Pizza, weil er seine Verpflegung zuhause vergessen hat. Der Pizzaservice berechnet für die Lieferung einer einzigen Pizza eine Liefergebühr in Höhe von 1,50 EUR. In diesem Fall ist der Lieferservice keine Betriebsausgabe, da der Unternehmer eine private Ausgabe verursacht, nämlich sich selbst zu verpflegen, was zu den Kosten der privaten Lebensführung zählt und somit auch der Lieferservice dieses Schicksal teilt.



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