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Medikamente

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Da für die Abgabe von Medikamenten in Deutschland gemäß dem Arzneimittelgesetz eine Apothekenpflicht besteht, sind für den Ansatz von Medikamentenkosten als Betriebsausgaben mehrere Fälle zu unterscheiden. a) Bei Apotheken sind die Kosten für Medikamente Wareneinkauf und daher immer Betriebsausgaben. b) Das Gleiche gilt etwa für Krankenhäuser, Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker und Tierärzte. Bei Freiberuflern erfolgt die Buchung jedoch unter den „sonstigen betrieblichen Kosten“ auf einem gesonderten Konto, bei einer Krankenhaus-GmbH ist auch eine Buchung als Wareneinkauf möglich. c) Unternehmen außerhalb des Gesundheitswesens können wegen der Apothekenpflicht Kosten für Medikamente in der Regel nicht als Betriebsausgabe ansetzen. Medikamente, die Betriebsinhaber oder Einzelunternehmer für sich selbst kaufen, können von diesen gegebenenfalls als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden, sind jedoch bei Bezahlung über ein betriebliches Konto stets als Privatentnahme zu buchen. d) Kosten für Verbands- und Desinfektionsmittel zur Ersten Hilfe sind in jedem Falle als Betriebsausgaben ansetzbar, da sie von den Berufsgenossenschaften gefordert werden.


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