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Bonität

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 30. April 2021

Was ist die Bonität?
Was ist die Bonität?

Hierbei handelt es sich um die Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens. Sie wird unter anderem vor dem Abschluss eines Kredits geprüft.

Wie gut ist meine Bonität?

Möchten Sie sich über Ihre Bonität informieren, können Sie eine entsprechende Selbstauskunft bei einer der bekannten Auskunfteien einholen. Das sollten Sie regelmäßig tun, es können sich nämlich Fehler einschleichen, welche sich negativ auf Ihre Kreditwürdigkeit auswirken können. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.

Was genau wird bei der Ermittlung der Bonität geprüft? Wie berechnet man die Bonität?

Es gibt keine pauschale allgemeine Formel, mit welcher die Bonität einer Person ermittelt werden kann. Vielmehr sind bei einer Bonitätsprüfung viele unterschiedliche Faktoren von Bedeutung, die je nach Einzelfall unterschiedlich gewichtet werden. Wichtig sein können unter anderem die Anzahl Ihrer Konten, laufende Kredite sowie Zahlungsausfälle. Auskunfteien wie die SCHUFA nutzen sehr komplexe Formeln, um einen Bonitätsindex bzw. -score zu ermitteln. Diese werden jedoch nicht veröffentlicht. Weitere Informationen zur Bonitätsprüfung finden Sie an dieser Stelle.

Bonität: Welche Bedeutung hat sie für Unternehmen und Selbstständige?

Bonität: Ihre Bedeutung sollten Unternehmer und Selbstständige nicht unterschätzen.
Bonität: Ihre Bedeutung sollten Unternehmer und Selbstständige nicht unterschätzen.

Was bedeutet der Begriff „Bonität“ eigentlich? Laut Definition handelt es sich dabei um nichts anderes als die Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens.

Sie gibt an, ob zu erwarten ist, dass der Betreffende in der Zukunft seinen Zahlungsverpflichtungen pünktlich und vollständig nachkommt.

Wann wird eine Bonitätsprüfung nötig?

Was ist eine Bonitätsprüfung und wann wird diese überhaupt durchgeführt? Grundsätzlich handelt es sich hierbei um die Beurteilung der eigenen Kreditwürdigkeit. Diese wird vor dem Abschluss von vielen Geldgeschäften nötig, beispielsweise wenn Sie einen Kredit bei der Bank beantragen, einen Firmenwagen leasen oder einen großen Auftrag an ein anderes Unternehmen vergeben.

Die Vertragspartner prüfen Ihre Bonität, um sicherzustellen, dass Sie den mit dem Geschäft einhergehenden Zahlungsverpflichtungen auch tatsächlich nachkommen können und es nicht zu einem Forderungsausfall kommt.

Bonitätsprüfung: Was ist das Wichtige dabei?

Eine Prüfung der Bonität läuft nicht immer gleich ab. Je nach Branche und Situation können unterschiedliche Faktoren von Bedeutung sein. Möchten Sie beispielsweise einen Kredit aufnehmen, werden andere Anforderungen an Ihre Kreditwürdigkeit gestellt als bei einem Mobilfunkvertrag.

Wie gut ist meine Bonität? Der Score gibt Auskunft darüber.
Wie gut ist meine Bonität? Der Score gibt Auskunft darüber.

In der Regel greifen Banken & Co. zur Beurteilung der Bonität eines Unternehmens oder eines Selbstständigen auf Informationen zurück, welche ihnen von Wirtschaftsauskunfteien wie der SCHUFA zur Verfügung gestellt werden.

Diese speichern relevante Daten von Privatpersonen und Unternehmen, welche ihnen von ihren Vertragspartnern, dazu gehören unter anderem Banken, übermittelt werden.

Die gespeicherten Daten fließen in eine komplexe Berechnung ein, mittels derer die Bonität des Betreffenden bewertet werden kann. Das Ergebnis ist ein sogenannter Score. Dieser drückt aus, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand in der Zukunft seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen wird.

Was ist eine ausreichende Bonität? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt immer darauf an, welche Art von Geschäft oder Vertrag Sie abschließen möchten und welche Anforderungen der Geschäftspartner stellt.

Regelmäßig tätig werden: Die eigene Bonität prüfen

Selbstständige und Unternehmen sollten regelmäßig eine Bonitätsauskunft über sich selbst einholen. Nicht selten kommt es nämlich vor, dass veraltete oder falsche Daten gespeichert sind, welche sich negativ auf die Bonität auswirken. Im schlimmsten Fall kann dies beispielsweise dafür sorgen, dass ein Kredit nicht bewilligt wird.

Sie können einmal im Jahr kostenlos eine Datenkopie nach Art. 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bei Auskunfteien wie der SCHUFA beantragen. Diese gibt Auskunft darüber, welche Daten über Ihr Unternehmen gespeichert sind.

Das Dokument sollten Sie gründlich prüfen. Finden Sie falsche oder verjährte Einträge, können Sie sich zum einen direkt an die entsprechende Auskunftei wenden und eine Löschung fordern. Als Beleg sollten Sie entsprechende Nachweise beifügen. Zum anderen können Sie den betreffenden Gläubiger kontaktieren und ihn darum bitten, der Auskunftei zu bestätigen, dass eine angeblich noch offene Forderung bereits beglichen wurde.

Mehr Sicherheit bei Geschäften: Selber eine Bonitätsabfrage vornehmen

Eine Bonitätsprüfung durch die SCHUFA ist meist vor der Kreditvergabe nötig.
Eine Bonitätsprüfung durch die SCHUFA ist meist vor der Kreditvergabe nötig.

Nicht nur Sie selbst müssen im Geschäftsalltag den ein oder anderen Bonitätscheck überstehen. Auch Sie selbst können dieses Instrument nutzen, um für mehr finanzielle Sicherheit bei Aufträgen und ähnlichem zu sorgen.

Gehen wir davon aus, dass Sie einen lukrativen Auftrag annehmen, für dessen Umsetzung Sie im Voraus viel Material beschaffen müssen.

Kommt der Kunde dann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, kann Sie dies in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten bringen. Um sich abzusichern, ist es ratsam, zuvor die Bonität des Geschäftspartners bzw. Kunden prüfen zu lassen.

Auskunfteien wie die SCHUFA können Ihnen die Ergebnisse der Bonitätsprüfung von einem Unternehmen zur Verfügung stellen. So können Sie sich über dessen Bonität informieren und unzuverlässige Geschäftspartner von Vornherein ausschließen. Je nach Anbieter können Sie die Ergebnisse der Bonitätsprüfung einfach online anfordern.

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