≡ Menu

Sparerfreibetrag

Von Lars E.

Letzte Aktualisierung am: 5. September 2017

Geschätzte Lesezeit: < 1 Minute

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (62 Bewertungen)
Sparerfreibetrag
Loading...

Hast Du Fragen?

Der Sparerfreibetrag spielt er im Privatbereich bei der Einkommensteuer eine Rolle, wo er Kapitaleinkünfte von Sparern in gewissen Umfang steuerfrei stellt. Den Sparerfreibetrag im ursprünglichen Sinne gibt es jedoch seit Einführung der Abgeltungssteuer nicht mehr.

Rechtslage bis 31.12.2008
Sparer konnten einen Freibetrag von zuletzt 750 € im Jahr (1.500 € für zusammen veranlagte Ehegatten) beanspruchen. Zusammen mit einer Werbungskostenpauschale in Höhe von 51 € bzw. 102 € konnten somit Kapitaleinkünfte bis 801 € bzw. 1.602 € ohne steuerliche Auswirkung erwirtschaftet werden.

Rechtslage ab 01.01.2009
Mit Einführung der Abgeltungssteuer wurden der Sparerfreibetrag und der Werbungskosten-Pauschbetrag abgeschafft und stattdessen ein Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 801 € (1.602 € für zusammen veranlagte Ehegatten, Stand: 2017) eingeführt. Seitdem kann man grundsätzlich auch keine Werbungskosten aus Kapitaleinkünften mehr geltend machen. Dafür kann bei einem Kreditinstitut für alle  dort bestehenden Konten ein Freistellungsauftrag eingerichtet werden.

Worauf Sie bei der Freistellung achten müssen

Steueridentifikationsnummer

Seit 2011 muss bei allen Freistellungen die Steueridentifikationsnummer angegeben werden. Seit 2016 sind alle Freistellungsaufträge ohne gültige Steuer Id-Nr. ungültig. Bei zusammen veranlagten Ehegatten müssen die Nummern von beiden angegeben werden.

Direkt bei der Eröffnung einrichten

Empfehlenswert ist es, direkt bei Konto- oder Depoteröffnung einen Freistellungsauftrag einzurichten, um zu vermeiden, dass ungewollt Abgeltungssteuern abgeführt werden, denn die Bank führt diese sonst automatisch ab.


Das könnte Sie auch interessieren:

  • Das Lastschrifteinzugsverfahren ist eine bequeme und weitverbreitete Zahlungsform, die im Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken ist.…

  • Als Unternehmer wird man insbesondere dann eine Unbedenklichkeitsbescheinigung brauchen, wenn man die Ausübung ein genehmigungspflichtigen…

  • Was ist der Splittingtarif? Der Splittingtarif ist das Gegenstück zum Grundtarif. Er gilt normalerweise als…

  • Abschlusskosten entstehen regelmäßig jedes Jahr bei Unternehmen, wenn diese ihre Jahresabschlüsse erstellen lassen.Sie können aber…

  • Was sind Kammern? In Deutschland gibt es für viele Berufsgruppen sogenannte berufsständische Vereinigungen. Die Beiträge…

  • Was ist die Nachnahme? Als Nachnahme bezeichnet man eine Liefer- bzw. Versandart, die von der…

  • Was ist der Datenzugriff? Im Rahmen der Außenprüfung wird der Datenzugriff vom Finanzamt gefordert. Finanzämter…

  • Headhunter - was ist das? Unter diesem Begriff, der wörtlich übersetzt "Kopfjäger" bedeutet, versteht man…

Über den Autor

Male Author Icon
Lars E.

Lars schloss 2015 sein Studium in Betriebswirtschaftslehre ab. Anschließend absolvierte er ein Volontariat in einer kleinen Kölner Redaktion. Seit 2017 ist er fester Bestandteil des Redaktionsteams von betriebsausgabe.de. Hier kann er sein fachliches Wissen mit dem Anspruch, verständliche Texte rund ums Steuerrecht zu schreiben, miteinander kombinieren.