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Berufsgenossenschaft

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Gewerbetreibende sind in der Regel bei gesetzlichen Berufsgenossenschaften pflichtversichert. Jede Branche hat dabei eine separate Berufsgenossenschaft. Eine Befreiung ist nur bei einigen der Berufsgenossenschaften möglich, bei anderen Berufsgenossenschaften besteht keine Möglichkeit von den Beiträgen befreit zu werden. Auch der Nachweis einer privaten Unfallversicherung, welche betriebliche Unfälle abdeckt, kann nicht zu einer Befreiung bei der Berufsgenossenschaft herangezogen werden. In einigen Fällen konnte jedoch eine Befreiung von der Zahlung zur Berufsgenossenschaft durch einen Antrag auf Befreiung erreicht werden. Dabei musste jedoch ein Antrag auf Befreiung gestellt werden. Die entstehenden finanziellen Belastungen stellen für den Unternehmer eine Betriebsausgabe dar.

Sofern er Arbeitnehmer beschäftigt, ist eine Zahlung der Unfallversicherungsbeiträge für seine Beschäftigten unumgänglich. Auch diese Beiträge stellen Betriebsausgaben im Rahmen der sozialen Absicherung der Beschäftigten dar. Sie werden jedoch buchhalterisch anders erfasst als die Beiträge zur Berufsgenossenschaft, welche nur auf seine eigene unternehmerische Tätigkeit fallen. Die Höhe der Beiträge zur Berufsgenossenschaft für Arbeitnehmer richtet sich nach dem monatlich gezahlten Entgelt an seine Beschäftigten. Der Beitrag für seine eigene Unfallversicherung bei der Berufsgenossenschaft richtet sich nach den jährlich geleisteten Stunden sowie nach einer Einstufung in eine Risikogruppe aufgrund der Branche des Unternehmens.

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