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Fremdfahrzeugkosten

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Nicht in jedem Unternehmen üblich ist das Vorhandensein von Geschäftsfahrzeugen. Möglicherweise ist das Geschäftsauto derzeit auch in Reparatur. Ebenso besteht für Unternehmen die Möglichkeit zu ihren vorhandenen Fuhrpark zusätzliche Fahrzeuge anzumieten oder zu leasen. Es kann allerhand Möglichkeiten geben, warum das mieten oder leasen eines anderen Fahrzeuges notwendig ist.

So setzen Sie Fremdfahrzeugkosten als Betriebsausgabe ab.

Auch das unentgeltliche Überlassen eines Fahrzeuges zählt unter den Punkt Fremdfahrzeugkosten. Anhand einiger Beispiele soll aufgezeigt werden, welche Fälle von Fremdfahrzeugkosten auftreten können und welche Kosten, wie gebucht werden.

Beispiel A:

Jungunternehmer A, seit 2 Monaten selbständig, erhält von Verwandten zur kostenlosen Nutzung deren Zweitwagen. Somit kann er auf Kundentermine fahren, Neukunden werben usw. Gemeldet ist das Fahrzeug auf die Verwandten. Jedoch übernimmt Unternehmer A sämtliche Kosten für das Fahrzeug. Um die Kosten des Wagens betrieblich absetzen zu können, wurde ein Vertrag aufgesetzt, aus dem hervorgeht, das der Wagen dem Unternehmer kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Wie bucht Unternehmer A aber nun die Aufwendungen für das Fahrzeug?

Es gilt in dem Fall eindeutig als Fremdfahrzeug und sämtliche Kosten wie Benzin, Reparaturen usw. werden auf das Konto Fremdfahrzeugkosten gebucht. Sinnvoll wäre es auch, dass Unternehmer A ein Fahrtenbuch führt, als Nachweis über die tatsächlichen geschäftlichen Kilometer des Fahrzeuges, da das Finanzamt eine gewisse private Nutzung unterstellt und somit das Führen eines Fahrtenbuches die beste Alternative als Nachweis darstellt.

Beispiel B:

Unternehmer B betreibt ein Fuhrunternehmen. Er hat bereits 12 LKW in seinem Bestand. Bedingt durch eine erhöhte Auftragslage mietet er kurzfristig 3 extra LKW an, um alle Aufträge fristgerecht bedienen zu können.

Auch hier handelt es sich zweifelsfrei um Fremdfahrzeuge, die einen reinen betrieblichen Nutzen erfüllen. Sämtliche Kosten für die LKW werden auf dem Konto Fremdfahrzeugkosten gebucht und stellen Betriebsausgaben dar.

Beispiel C:

Unternehmer C, selbständiger Finanzmakler, betreut fast täglich Kunden vor Ort. Er ist täglich auf sein Fahrzeug angewiesen, um Kundentermine wahrzunehmen. Bedingt durch einen Unfall befindet sich sein betriebliches Fahrzeug in einer Werkstatt. Um keine Auftragsverluste zu erleiden, mietet sich Unternehmer C einen Mietwagen bei einem großen Autovermieter.

Auch hier handelt es sich zweifelsfrei um betrieblich veranlasste Fremdfahrzeugkosten, die alle auf dem Konto Fremdfahrzeuge verbucht werden.

In jedem der drei Fälle ist es auch so, das ein als Fremdfahrzeug geführter Wagen eine reine direkte Betriebsausgabe darstellt und nicht im Bestand des Unternehmens geführt wird. Somit findet auch keinerlei Abschreibung statt. Und auch für die Fremdfahrzeugkosten gilt, dass eine Buchung der Kosten als Betriebsausgabe nur möglich ist, bei Vorhandensein einer ordnungsgemäßen Rechnung.

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