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Mindestlohn für Leiharbeiter und im Elektrohandwerk steigt in 2014

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 7. Februar 2017

Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund mitteilte, steigt für rund 800.000 Leiharbeiter in Deutschland ab Januar 2014 der Mindestlohn. Aber auch die Beschäftigten im Elektrohandwerk haben ab dem 1. Januar 2014 mehr Geld im Portemonnaie.

Berlin, 25. Januar 2014 – Der Mindestlohn für die rund 800.000 in Deutschland beschäftigten Leiharbeiter steigt ab 2014. Wie Arbeitgeber und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin mitteilten, steigen die Entgelte im Westen ab dem 1. Januar 2014 um 3,8 Prozent und im Osten um 4,8 Prozent. Dies bedeutet für die unterste Entgeltgruppe im Westen einen Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro. In den neuen Bundesländern sind 7,86 Euro zu zahlen (die Arbeitgeberseite geht hier bisher noch von 7,80 Euro aus).

Große Bedeutung für Mindestlohndebatte

Dieser Mindestlohn soll bis zum Jahr 2016 schrittweise auf bis zu 9,00 Euro (West) bzw. auf 8,50 Euro (Ost) angehoben werden. Dadurch ist das vom DGB angestrebte Ziel des gesetzlichen Mindestlohns erreicht. Die Arbeitsministerin der CDU, Ursula von der Leyen, begrüßte diesen Tarifabschluss und verkündete, dass sie den neuen Mindestlohn für allgemein verbindlich erklären werde, damit von diesem Aufschlag möglichst alle Beschäftigten bereits ab Januar profitieren können. Von der Leyen gab an, dass diese Einigung eine „überragende Bedeutung für die Mindestlohndebatte in Deutschland” habe. Denn Zeitarbeit wird in vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft eingesetzt und habe dort Einfluss. Der Streit über Mindestlöhne war einer der Kernstreitpunkte im Bundestagswahlkampf. SPD und Grüne fordern einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro, dagegen plädieren die FDP und Union für branchenspezifische Untergrenzen, die von den jeweiligen Tarifpartnern ausgehandelt werden sollen. Selbst Dieter Hundt, Arbeitgeberpräsident, hält die Erhöhung des Mindestlohns für Zeitarbeiter als vertretbar, da Laufzeiten für die zwei Stufen von jeweils 15 Monaten vereinbart wurden. Dadurch würde eine Planungssicherheit für die Unternehmen geschaffen, die Leiharbeiter nutzen, um flexibel zu bleiben.

Auch im Elektrohandwerk steigt der Mindestlohn ab 2014

Bereits ab dem 1. Januar 2014 gelten für die rund 230.000 Beschäftigten im Elektrohandwerk die neuen tariflichen Lohnuntergrenzen. Die Verordnung des Bundesarbeitsministeriums, die in zwei Stufen den Lohn der Arbeiterinnen und Arbeiter im Elektrohandwerk anhebt, passierte das Kabinett. Beschäftigte in den alten Bundesländern erhalten somit in Zukunft mindestens 10,00 Euro pro Stunde, in den neuen Ländern sowie Berlin beträgt die Lohnuntergrenze 9,10 Euro pro Stunde. In der zweiten Stufe, die ab dem 1. Januar 2015 in Kraft tritt, steigt der Mindestlohn in den alten Bundesländern auf 10,10 Euro pro Stunde und in den neuen Ländern und Berlin auf mindestens 9,35 Euro pro Stunde. Da die Mindestlöhne durch Rechtsverordnungen verbindlich festgelegt werden, sind alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Elektrohandwerk dazu verpflichtet, die Lohnuntergrenzen einzuhalten und den tariflichen Mindestlohn zu zahlen. Inzwischen sind in elf Branchen, in denen rund drei Millionen Beschäftigte tätig sind, die Mindestlöhne bundesweit festgeschrieben. Sie wurden von den Tarifpartnern ausgehandelt und von der Bundesregierung gemäß dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und Arbeitnehmerentsendungsgesetz für allgemeinverbindlich erklärt.


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