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Radio

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Ein Radio kann man in den unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen kaufen. Vom einfachen Batterieradio für wenige Euro bis hin zum teuren Designergerät ist alles zu bekommen. Allerdings ist Musikhören ein reines Privatvergnügen, weshalb die Aufwendungen für das Radio zu den Kosten der Lebensführung gehören, die nicht man steuerlich nicht geltend machen kann. Das gilt selbst dann, wenn man damit am Arbeitsplatz Musik hört.

Lediglich Unternehmen können die Kosten für ein Radio unter Umständen steuerlich geltend machen, um ihren Gewinn und folglich auch ihre Steuerlast zu senken. Voraussetzung dafür ist, dass das Gerät nahezu ausschließlich für betriebliche Zwecke genutzt wird.

Das ist beispielsweise in folgenden Fällen denkbar:

  • Diskotheken
  • Gaststätten
  • Geschäfte
  • Kaufhäuser
  • Wartezimmer von Ärzten, Friseuren, etc.

Ein herkömmliches Radio wird kaum mehr als 150 Euro kosten, so dass es sich in den meisten Fällen um ein geringwertiges Wirtschaftsgut handeln wird. Somit kann man die Kosten sofort im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgabe verbuchen. Bei hochwertigeren Geräten werden die Kosten auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 7 Jahren verteilt, so dass eine steuerliche Berücksichtigung im Wege der jährlichen Abschreibungen erfolgt.

Wer einen Firmenwagen auch privat fahren darf, muss einen höheren geldwerten Vorteil versteuern, falls das Fahrzeug über ein eingebautes Radio verfügt. Das gilt zum einen bei der 1 Prozent Regelung, wo das Gerät den maßgeblichen Bruttolistenpreis erhöht, welcher die Bemessungsgrundlage für die Versteuerung darstellt. Aber auch, wenn man ein Fahrtenbuch führt, zahlt man mit einem Radio im Firmenwagen mehr Steuern. Denn die Kosten des Geräts stecken in den tatsächlichen Anschaffungs- bzw. Leasingkosten des Autos, die man anteilig der Versteuerung unterwerfen muss.

 



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