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Tagesgeldkonto – Alternative oder Risiko?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 7. Februar 2017

Längst hat ein Tagesgeldkonto das traditionelle Sparbuch abgelöst, die Gesamteinlagen haben sich hier in den letzten fünf Jahren verdoppelt, während die Sparbucheinlagen stagnieren.

Die Gründe dafür liegen in den unkomplizierten Vergleichs- und Einrichtungsmöglichkeiten für Tagesgeldkonten per Internet, den recht attraktiven Zinsen verglichen mit dem Sparbuch und anderen traditionellen Anlageformen sowie in der meist täglichen Verfügbarkeit der Einlagesumme. Bevor man ein Tagesgeldkonto bei einem Kreditanbieter einrichtet, sollten verschiedene Punkte gründlich geprüft werden.

Wann lohnt sich ein Tagesgeldkonto?

In einer Niedrigzinsphase, wie sie aktuell herrscht, stellen sich viele Anleger die Frage, ob und wann es sich lohnt, ein Tagesgeldkonto zu führen. Generell ist ein Tagesgeldkonto für jeden geeignet, der etwas anzulegen hat, ob nun für längere Zeit oder kurzfristig. Die Zinsen, die in diesem Bereich angeboten werden, sind zwar ebenfalls der allgemeinen Tendenz zum Niedrigzins unterworfen, liegen aber dennoch über der Inflationsrate, hinzu kommt eine kurzfristige Verfügbarkeit der eingelegten Gelder. Ein Gewinn ist also auf jeden Fall drin. Da viele Tagesgeldkonten kostenlos angeboten werden, z.B. das Tagesgeldkonto der Hanseatic Bank, kann selbst ein nicht genutztes Konto einfach bestehen bleiben, bis die Zinssätze wieder steigen. Weder für die Kontoführung noch für Kontobewegungen fallen Gebühren an. Bevor solch ein Konto abgeschlossen wird, sollte man als Kunde jedoch immer einen gründlichen Tagesgeldkontenvergleich vornehmen, um die Konditionen der einzelnen Direktbanken zu überprüfen.

Wichtige Kriterien im Tagesgeldvergleich

Bei einem Tagesgeldkontenvergleich werden die Angebote verschiedener Direktbanken einander gegenüber gestellt. Bei der Auswahl des Vergleichsportals sollte man auf Aktualität, eine große Anzahl an Anbietern und die Qualität der Artikel rund um das Thema Tagesgeld achten. Die Konditionen der verglichenen Konten werden in der Regel auf ein Jahr hochgerechnet. Wer den Aufwand nicht scheut, kann sich die nötigen Informationen auch bei den Banken direkt anschauen und vergleichen.

Was die Anbieter selbst angeht, sind folgende Punkte wichtig:

  • Wie hoch ist die tatsächliche Rendite?
    Startprämien können die Rendite im ersten Jahr verbessern. Statt einer Prämie können auch zusätzliche Bonuszinsen die Anfangsrendite erhöhen.
  • Wie aktuell wird der Zinssatz ausgegeben?
    Der Zinssatz ist in der Regel variabel und wird als aktueller Tagessatz ausgegeben.
  • Wo hat die Bank ihren Sitz?
    Auf Nummer sicher geht man als Kunde, wenn der Tagesgeldkontenanbieter seinen Sitz in Deutschland hat. Zwar gibt es eine EU-weite Einlagensicherung von 100.000 Euro, Sparer müssen sich im Falle einer Insolvenz des kontoführenden Institutes an die Einlagensicherung im Anlageland wenden und das kann kompliziert und aufwendig sein.
  • Wie erfolgt die Auszahlung der Zinsen?
    Werden die Zinsen monatlich oder quartalsweise ausgezahlt, kann es ebenfalls zu Zinsabweichungen kommen.

Renditesteigerung durch Zinshopping

Durch die einfachen Möglichkeiten, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen, bietet sich für die Anleger, die die Mühen nicht scheuen, das sogenannte Zinshopping an. Wer sich gerne über die Lage der Finanzmärkte auf dem Laufenden hält, kann sein Geld beim „meistbietenden“ Tagesgeldkonto anlegen oder sich durch Neu- und Wiedereröffnung die Neukundenboni und Sonderzinsen für Neukunden sichern.

Quelle:  Hanseaticbank

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