≡ Menu

Gewinnverteilung GbR

Von Lars E.

Letzte Aktualisierung am: 19. September 2025

Geschätzte Lesezeit: < 1 Minute

gewinnaufteilung Gesellschaft bürgerlichen rechts
Zum Hauptinhalt springen

Der einfachste Weg, in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) den Gewinn aufzuteilen, ist, ihn gleichermaßen auf die Gesellschafter aufzuteilen. Wenn der Gewinnanteil zwischen den Gesellschaftern ungleich aufgeteilt werden soll, kann es zu steuerlichen Schwierigkeiten kommen.

Zunächst ist zu beachten, dass die Gewinn-/ und Verlustverteilung immer vertraglich festgehalten werden sollte, da sonst eventuelle Streitigkeiten über Gewinne und Verluste recht schnell vor Gericht landen können.

Gewinnverteilung bei unterschiedlichen Anteilen am Gewinn

Bis auf Familiengesellschaften können die Gesellschafter immer selbst festlegen, wie die Gesellschafter am Gewinn beteiligt werden soll. Grundsätzlich sieht das BGB in § 722 eine Aufteilung pro Kopf vor. Durch den oben genannten Gesellschaftsvertrag kann aber von dieser Vorkehrung abgewichen werden.

Ein Beispiel: Wenn also in einer Gesellschaft, die 1000 € Gewinn gemacht hat, einer der zwei Gesellschafter für 100% des Gewinns und für 50% der Ausgaben in Höhe von 1000 €, also 500 € verantwortlich ist, hat er einen Gewinnanteil von 1500 € zu versteuern. In diesem Beispiel hat andere Gesellschafter einen Verlust von -500€ zu versteuern. Zu erklären sind diese Gewinne und Verluste in der Feststellungserklärung der GbR und anschließend in der Einkommensteuererklärung der Gesellschafter. Da eine GbR kein Rechtskörper nicht Steuersubjekt der Einkommensteuer ist, muss diese Gewinnaufteilung und ihre Versteuerung nicht innerhalb der GbR, sondern bei den Gesellschaftern selbst stattfinden.

Trotz sorgfältigster Recherchen empfehlen wir Ihnen den verbindlichen Kontakt zu einem Steuerberater, selbst wenn wir Ihre Frage bezüglich Ihrer Gesellschaft beantwortet haben.


Bildnachweise: NicoElNino - fotolia.com

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Was ist eine GbR? Als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) wird in Deutschland der Zusammenschluss von…

  • Was heißt Privatentnahme? Von einer Privatentnahme wird gesprochen, wenn ein Unternehmer Geld, Sachmittel oder Leistungen…

  • Imparitätsprinzip – Was ist das? Grundsätzlich ist unter dem Begriff Imparitätsprinzip der Umstand zu verstehen,…

  • Was heißt die Abkürzung IHK? IHK steht für Industrie- und Handelskammer. Als Selbstverwaltungsorgan der Wirtschaft…

  • Was ist ein geldwerter Vorteil? Viele Angestellte erhalten von ihrem Arbeitgeber oder auch von Kunden…

  • Kapitalertragsteuer - Was ist das? Die Kapitalertragsteuer (KapESt) ist grundsätzlich eine Erhebungsform einer Einkommens- und/oder…

  • Was ist das Niederstwertprinzip? Das Niederstwertprinzip gehört zu den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, die bilanzierende Unternehmen…

  • Was ist eine Doppelbesteuerung? Ist von einer Doppelbesteuerung oder auch Mehrfachbesteuerung die Rede, so ist…

Über den Autor

Male Author Icon
Lars E.

Lars schloss 2015 sein Studium in Betriebswirtschaftslehre ab. Anschließend absolvierte er ein Volontariat in einer kleinen Kölner Redaktion. Seit 2017 ist er fester Bestandteil des Redaktionsteams von betriebsausgabe.de. Hier kann er sein fachliches Wissen mit dem Anspruch, verständliche Texte rund ums Steuerrecht zu schreiben, miteinander kombinieren.