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lineare Abschreibung

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Bei dieser Abschreibungsmethode wird der Abschreibungsbetrag im Gegensatz zur degressiven Abschreibung in gleichen Jahresbeträgen ermittelt. Voraussetzung für die lineare Abschreibung sind abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter, die zur Erzielung von Einnahmen dienen und länger als ein Jahr genutzt werden, vgl. auch GWG.

Die lineare Abschreibung berechnet sich, indem die Anschaffungskosten oder Herstellungskosten durch die Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes dividiert werden. Die einfache Berechnung stellt einen klaren Vorteil für die lineare Abschreibung dar. Jedoch bildet sie teilweise nicht die Wirklichkeit ab, da der Wertverlust der Wirtschaftsgüter oft wesentlich höher ist, so z. B. bei Computern, welche derzeit über drei Jahre abgeschrieben werden, aber meist nach ein oder zwei Jahren schon technisch veraltet sind.
Der errechnete Abschreibungsbetrag ist als Betriebsausgabe zu erfassen.

Beispiel:

Ein Unternehmer erwirbt eine Maschine zu einem Preis von 1.000 EUR. Diese Maschine besitzt laut der amtlichen Abschreibungstabelle eine Nutzungsdauer von fünf Jahren und wird daher auf diesen Zeitraum linear abgeschrieben. Somit errechnet sich ein jährlicher Abschreibungsbetrag von 200 EUR (1.000 EUR / 5 Nutzungsdauer), welcher den Gewinn des Unternehmens mindert. Der Abschreibungssatz ermittelt sich zu 20% (100 / 5 Jahre Nutzungsdauer) pro Jahr. Als Betriebsausgabe sind somit 200 EUR pro Jahr zu erfassen.

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