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Notar

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Ein Notar ist ein Jurist, der Beurkundungen jeder Art im Auftrag des Staates vornimmt. Am bekanntesten sind dabei Beurkundungen im Zusammenhang mit Immobilien (z. B. Kauf, Schenkung, Grundschuldeintragung) und Familienangelegenheiten (z. B. Ehevertrag, Unterhaltspflichten, Testamente).

Der Notar wird aber oftmals auch nur beratend tätig – etwa dann, wenn Verträge formuliert werden sollen, deren rechtliche Tragweite der Laie nicht abschätzen kann.

Nachdem er teilweise hoheitliche Tätigkeiten ausübt und auch berät, hat der Notar gewissermaßen eine Doppelfunktion. Typisch für den Notar ist aber, dass er unabhängig ist. Das unterscheidet ihn grundlegend vom Rechtsanwalt, der stets nur einseitig die Interessen seines Auftraggebers vertritt. In einigen Bundesländern gibt es aber auch sog. Anwaltsnotare, die beide Funktionen innehaben.

Auch für Unternehmen gibt es eine Menge Gelegenheiten, bei denen ein Notar gebraucht wird. Zu den wichtigsten zählen:

GmbH

Gesellschaften mit beschränkter Haftung benötigen beispielsweise bereits bei der Gründung einen Notar. Aber auch der Kauf oder Verkauf von Gesellschaftsanteilen muss notariell beurkundet werden. Die Gebühren des Notars sind dann betrieblich veranlasst und können sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden.

Immobilien

Wenn ein Unternehmer ein betrieblich genutztes Gebäude kauft, dann gehören die Notarkosten zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Das bedeutet, dass man diese nicht sofort als Betriebsausgabe verbuchen kann, sondern sie sich nur über die Gebäudeabschreibung (AfA) auswirken. Notarkosten im Zusammenhang mit der Finanzierung (z. B. Grundschuldeintragung) stellen dagegen sofort abzugsfähige Betriebsausgaben dar.

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