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Verpflegungspauschale

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Bei fast jeder Dienstreise oder Geschäftsreise fallen Reisekosten an, zu denen auch der Verpflegungsmehraufwand gehört. Da die Ermittlung des tatsächlichen Verpflegungsmehraufwandes im Einzelfall meist mit hohem Aufwand verbunden wäre, hat man dazu Pauschalbeträge eingeführt, die als Verpflegungspauschale bezeichnet werden.

Ermittlung nach Länge der Abwesenheit

Eine wichtige Frage bei der Ermittlung der Verpflegungspauschale ist, wie lange der Steuerpflichtige von seinem Zuhause und der regelmäßigen Arbeitsstätte abwesend ist. Voraussetzung dafür, dass überhaupt eine Verpflegungspauschale zur Anwendung kommt, ist eine Abwesenheit von mehr als 8 Stunden. Ist diese Voraussetzung erfüllt, dann gibt es zwei Stufen der Verpflegungspauschale. Beginnt eine Dienstreise mit mehr als 8 Stunden Abwesenheit nach 16:00 Uhr eines Tages und endet vor 08:00 Uhr des nächsten Tages, so wird die Verpflegungspauschale dem Tag zugerechnet, auf den die größere Zeitspanne entfällt. Für jeden Tag mit 24 Stunden Abwesenheit gewährt der Gesetzgeber eine Pauschale von € 24,-, die als Betriebsausgabe abzugsfähig ist. Für alle anderen Tage beträgt die Verpflegungspauschale € 12,-. Diese Beträge beziehen sich jedoch nur auf Dienst- bzw. Geschäftsreisen innerhalb Deutschlands.

Andere Länder, andere Beträge

Führt die Auslandsreise ins Ausland, so gelten dort je nach Land unterschiedliche Beträge.
In Großbritannien z. B. beträgt die Verpflegungspauschale € 28,- bei einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden und € 42,- bei einer Abwesenheit von 24 Stunden pro Tag. Für London gelten € 38,- bzw. 57,-.
In Dänemark hingegen beträgt die Verpflegungspauschale € 40,- und € 60,-, während sie in den USA € 32,- und € 48,- beträgt, mit Abweichungen in bestimmten Großstädten. Die genauen Daten für jedes Land bzw. bestimmte Großstädte findet man in amtlichen Listen, die regelmäßig vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht werden und auf der Webseite des Ministeriums abgerufen werden können. Für Länder, die in diesen Listen nicht aufgeführt sind, gelten die Beträge von Luxemburg, also € 32,- und € 47,-.

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