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Kann Grundstücksaufwand als Kosten abgezogen werden?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenKann Grundstücksaufwand als Kosten abgezogen werden?

Uhr
Von: toppi
4 Antworten
Hallo,
in der BWA sind zunächst die Erlöse (netto) aufgeschlüsselt abzüglich dem Wareneinkauf, hier habe ich dann den betrieblichen Rohertrag.
Danach gehen sämtliche Kosten weg, wie Personalkosten, KFZ-Kosten, Werbe-/Reisekosten, Porto usw. und dann finde ich davon noch einen Posten, der nicht genauer aufgeschlüsselt ist, nennt sich Sonstige Kosten.
Ich habe nach Zusammenrechnung der sonstigen übrigen Kosten festgestellt, dass darin, die Internetkosten, z.B. EBAY, Amazon-Gebühren (4926), Rechts-/Steuerberaterkosten (4950) und noch ein paar andere enthalten sind.

Was aber unter sonstige Kosten fehlt, ist mir nach einer Zusammenrechnung aufgefallen: Grundstücksaufwand (1860)
Unter Grundstücksaufwand hat der Steuerberater, die Kosten für Gas, Wasser, Strom, Abfall und z.B. Lager-Kehrmaschine u.ä. gebucht.

Es handelt sich hierbei um einen Betrieb, der aus einer Lagerfläche von ca. 2000 qm besteht, auf der sich einer Lagerhalle befindet, sowie das selbstbewohnte Haus, wo eine Einliegerwohnung davon privat vermietet ist.

Jetzt ist meine Frage, ob hier nicht diese Grundstücksaufwand-Ausgaben den nicht auch unter den Kosten aufgeführt werden müssen und ob hier auch die Vorsteuer zu ziehen möglich ist?

Von: toppi
Uhr
Mein Steuerberater teilt diese Ausgaben am Jahresende auf, das möchte ich deshalb noch ergänzend hinzuschreiben.
Da die Ausgaben aber monatlich anfallen, ist die Frage, ob das so richtig ist?

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

„Sie können die Wasserflaschen einzeln aus dem Kasten nehmen und in die Vorratskammer legen oder Sie stellen den ganzen Kasten in die Vorratskammer und nehmen sich eine Flasche heraus.“ – soll heißen, dies ist vollkommen egal.

Die Vorgehensweise Ihres Steuerberaters ist durchaus üblich und obendrein vereinfacht es die Sache. Es ist nämlich bequemer nur die Jahressummen aufzuteilen, statt jeweils zwölf einzelne Beträge. Weniger Aufwand für den Steuerberater bedeutet in der Regel auch weniger Kosten für den Mandanten.

Die Vorsteuer ist selbstverständlich anteilig abzugsfähig und wird bei der Jahresaufteilung gleich mit aufgeteilt, so dass Sie diese Erstattung spätestens mit der Umsatzsteuer-Jahreserklärung erhalten.

Fragen Sie Ihren Steuerberater doch einfach zur Behandlung der Vorsteuer.

Von: toppi
Uhr
Hallo,
danke für die Antwort und so wie Sie es sagen, stimmt es ja auch im Endergebnis.
Mein Steuerberater hatte dies zusammen mit der Einkommenssteuererklärung gemacht sowie die Gewinnermittlung.
In der Gewinnermittlung sind diese anteiligen Ausgaben dann auch aufgeführt.

Für mich aber nur merkwürdig, dass ich hier dennoch keine Erstattung erhalten habe.

Desweiteren ist für mich merkwürdig, wenn in der BWA zum Jahresende ein Betriebsergebnis von ca. 22.000 Euro angegeben ist, wo die anteiligen Raumkosten (ca. 5000 Euro) noch nicht in Anrechnung gebracht worden sind und ich hier dann in der Gewinnermittlung einen Gewinn von ca. 21.000 Euro haben soll.

Die Differenz kann ich mir nicht erklären. Ich würde jetzt auch nicht hier in diesem Forum fragen, doch leider hatte die Buchhalterin auch öfters Betriebseinnahmen auf privat gebucht und ich musste Sie darauf hinweisen.
Es wird zwar umgebucht, aber wenn das öfters passiert oder es vorkommt, dass Kassenzettel nicht gebucht werden, obwohl Betriebsausgaben, ist das für mich eben auch ärgerlich.

Zu dieser Differenz werde ich mich bei einem anderen Steuerberater vor Ort informieren, vielleicht kann der mir da weiterhelfen.

Von: Kexel
Uhr

toppi wrote:
Für mich aber nur merkwürdig, dass ich hier dennoch keine Erstattung erhalten habe.

Fragen Sie nicht das Internet, fragen Sie Ihren Steuerberater.
Steuerberater beißen – in der Regel – nicht und geben – in der Regel – gerne Auskunft über Ihre Arbeit. Je mehr unsere Arbeit vom Mandanten verstanden wird, desto bereiter ist er die Gebührenrechnung zeitig zu zahlen.

toppi wrote:
Desweiteren ist für mich merkwürdig, wenn in der BWA zum Jahresende ein Betriebsergebnis von ca. 22.000 Euro angegeben ist, wo die anteiligen Raumkosten (ca. 5000 Euro) noch nicht in Anrechnung gebracht worden sind und ich hier dann in der Gewinnermittlung einen Gewinn von ca. 21.000 Euro haben soll.

– siehe oben –

toppi wrote:
Zu dieser Differenz werde ich mich bei einem anderen Steuerberater vor Ort informieren, vielleicht kann der mir da weiterhelfen.

Gute Idee, richtig gemacht.

Aber – wozu dann noch dieses Forum bemühen?