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Arbeitskleidung

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Unternehmer können ihre Arbeitskleidung nur dann als Betriebsausgabe absetzen, wenn diese so gut wie ausschließlich beruflich genutzt wird. Wenn man das nicht nachweisen kann, darf das Finanzamt die Aufwendungen insgesamt streichen und den nicht abzugsfähigen Kosten der privaten Lebensführung zuordnen.

Was man absetzen kann

Keine Probleme bereiten Kleidungsstücke, die üblicherweise nur von bestimmten Berufsgruppen in Ausübung ihrer Tätigkeit getragen werden und die sich definitiv nicht für den privaten Gebrauch eignen. Dazu zählen beispielsweise Kittel für Ärzte, schwarze Roben für Rechtsanwälte oder Arbeitsanzüge für Handwerker. Die Chancen auf steuerliche Anerkennung dürften sogar noch steigen, wenn die Kleidungsstücke ein aufgenähtes oder aufgedrucktes Firmenemblem haben.

Was nicht als Arbeitsbekleidung akzeptiert wird

Nicht um Arbeitskleidung handelt es sich insbesondere bei solchen Kleidungsstücken, die man jederzeit auch privat tragen kann, wie etwa Anzüge oder Kleider. Lediglich für bestimmte Berufsgruppen sind Ausnahmen denkbar, wenn die Kleidung üblicherweise getragen wird – etwa schwarze Anzüge eines Bestattungsunternehmers.

Die Rechtsprechung ist sich beim Thema Arbeitskleidung alles andere als einig und entscheidet zum Teil identische Fälle unterschiedlich. Falls es sich bei einem Kleidungsstück jedoch um anerkannte Arbeitskleidung handelt, können neben den Anschaffungskosten auch die anfallenden Reinigungskosten zu den Betriebsausgaben zählen.


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