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Reiserücktrittsversicherung

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Hierunter versteht man eine Versicherung, die einspringt, wenn man eine bereits gebuchte Reise aufgrund besonderer Umstände nicht antreten kann – beispielsweise wegen Krankheit, Schwangerschaft oder Unfall.

Man bekommt dann den bezahlten Reisepreis ganz oder teilweise von der Versicherung wieder erstattet. In der Regel muss man eine Reiserücktrittsversicherung vor jeder Reise neu abschließen. Es gibt aber auch Verträge, die ein ganzes Jahr oder länger für sämtliche Reisen gelten. Bei manchen Kreditkarten ist zudem ein Versicherungspaket im Preis inklusive, zu dem auch eine Reiserücktrittsversicherung gehört.

  • Handelt es sich um eine Reiserücktrittsversicherung für eine private Reise, so kann man die Aufwendungen nicht steuerlich geltend machen, da diese den persönlichen Lebenshaltungskosten zuzurechnen sind.
  • Bei Dienstreisen sieht es anders aus. Zwar wird eine Reiserücktrittsversicherung in den Lohnsteuerrichtlinien neben Unfall- und Gepäckversicherungen nicht ausdrücklich als Reisennebenkosten erwähnt. Allerdings dürfte diese dennoch steuerlich abzugsfähig sein, da eine betriebliche Veranlassung zweifellos vorliegt. Unternehmer können die Versicherungsprämie daher als gewinnmindernde Betriebsausgabe verbuchen. Bei Arbeitnehmern kommt eine steuerfreie Erstattung durch den Arbeitgeber in Betracht. Falls ein Arbeitgeber für seine Dienstreisen auf eigene Kosten eine Reiserücktrittsversicherung abschließt, kann er diese bei seiner Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen.



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