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Influencer Marketing: So profitieren Sie von der Wirkungskraft dieses Werbetrends

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 1. November 2018

Influencer Marketing: Werbung mit beliebten Menschen mit Einfluss

Im Internet haben Unternehmen und Gewerbetreibenden unzählige Marketinginstrumente, die sich sehr präzise an eine Produkt- oder Leistungspalette anpassen lassen. Oft werden verschiedene Instrumente auch kombiniert, entweder um die jeweilige Zielgruppe noch besser zu erreichen, oder um neue Potentiale zu erschließen. In aller Munde ist zur Zeit das sogenannte Influencer Marketing. Doch taugt die Werbung über gut vernetzte, einflussreiche Personen auch für mein Geschäft? Lesen Sie hier, wie Sie Influencer wirkungsvoll einsetzen.

Die Vermarktung mit Hilfe von sogenannten Influencern ist dadurch gekennzeichnet, dass mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten auf diversen Social Media-Kanälen oder in vermeintlich kleinen Blogs und Vlogs möglichst authentische Inhalte produzieren und darin Produkte oder Angebote bewerben. Die Produktplatzierung kann dabei subtil stattfinden (Schleichwerbung) oder aber auch den gesamten Schwerpunkt des Contents einnehmen.

Influencer bewerben Marke oder Produkt, um auf emotionaler Ebene zu punkten.

Die bewerbenden Persönlichkeiten verfügen über eine gewisse Reputation und stehen in direktem Austausch mit Internet-Usern. Darunter sind teilweise auch eingefleischte Fans oder regelmäßige Follower, die mit der “Werbefigur” interagieren.

Dadurch ergeben sich interessante Vermarktungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit Influencern. Die für Unternehmer interessante Frage bleibt jedoch:

Taugt Influencer Marketing auch für mein Business?

Um diese Frage zu beantworten, muss man zunächst verstehen, dass Influencer Marketing viele verschiedene Wege und Elemente kennt und teilweise sehr komplexe Züge annehmen kann. Die hohe Komplexität kann sowohl technischer Natur, als auch dem schwierigen Umgang mit dem Feedback geschuldet sein, der durch die enorme Reichweite wie eine große Welle auf den Werbenden zurollen kann. Nicht selten geht die Umsetzung auch schief und ein Shitstorm überwältigt den Werbetreibenden.

Basiswissen: Influencer Marketing kurz erklärt

Mit dem Siegeszug diverser sozialer Netzwerke wie YouTube, Facebook, Instagram und vielen weiteren, begann auch langsam die Entwicklung des Influencer-Marketings. Diese Entwicklung dürfte kaum ein PR-Stab vorhergesehen haben, denn Influencer machen erstmal nichts „Besonderes“. So waren die „Ur-Influencer“ ganz normale Menschen, die beispielsweise bestimmte Hobbies oder Fähigkeiten mit der Weltöffentlichkeit teilten. In kleinen privaten Blogs oder in Nischen-Foren findet man heute noch seltene Exemplare dieser Gattung.

Insbesondere bei YouTube gewannen viele Menschen plötzlich Tausende Follower und wurden dadurch, teils auch unfreiwillig, sehr populär – und damit einflussreich. Nun wurden einige „Influencer“ derart bekannt und bliebt, dass sich deren Reichweite sogar mit Film- und Fernsehstars messen lässt. Durch eine hohe Aktivität und ständigen Einblick in das Privatleben in verschiedenen sozialen Netzwerken steigert sich diese Popularität solcher Einflusspersonen zusätzlich.

Unternehmen haben dies erkannt und bedachten Influencer mit Produktproben oder auch Sponsorings. Meist jedoch im Verborgenen. Mittlerweile ist das Influencer-Marketing professionalisiert und bezahlte Inhalte müssen auch als solche gekennzeichnet werden. Entsprechend haben sich die Rahmenbedingungen des Influencer Marketings geändert. „Passende“ Influencer finden Unternehmen heute kaum noch auf eigene Faust, sondern oft über Influencer Agenturen, die passende Werbegesichter vermitteln oder sogar aktiv entwickeln.

Aktuell ist die gesamte Branche in Aufruhr, da mehrere Urteile den Influencern verdeutlicht haben, dass die Kennzeichnungspflicht und ein fairer Wettbewerb auch für sie gilt. Nun befürchten Influencer eine Abmahnwelle und kennzeichnen vorsorglich schon mal sämtliche Inhalte mit “Werbung”. Folgendes Video zeigt nur ein Beispiel des Unmuts einer YouTuberin:

Wann ist das Influencer Marketing für Sie sinnvoll?

Der Erfolg eines Marketinginstrumentes lässt sich zwar gut messen und bewerten, eine Erfolgsgarantie gibt es vorab aber bei keiner Kampagne. Influencer Marketing sollte also immer Teil eines ausgewogenen Marketing-Mix sein und regelmäßig kritisch bewertet werden.


Grundsätzlich ist das Influencer Marketing für Unternehmen interessant, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Vertrieben wird ein Produkt oder eine Dienstleistung aus dem Bereich B2C.
  • Es handelt sich bei diesem Produkt entweder um ein Massen- oder Nischenprodukt.
  • Die hinreichend große Zielgruppe ist eher jung, internetaffin und in verschiedenen sozialen Netzwerken vertreten.
  • Marketing wird als dynamisch verstanden und nicht nach Schema F betrieben.

Die Bedingungen im Detail

Erst im B2C-Bereich ist eine hinreichend große Zielgruppe potentiell erreichbar und bereit sich in der Freizeit mit einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Lösung auseinanderzusetzen. Im Vordergrund steht dabei nicht das Produkt oder der bewusste Konsum durch Werbung, sondern die Informationsgewinnung direkt von einem Influencer (auch unabhängig von einem potentiellen Kaufinteresse).

Zielt das Marketing auf den Massenmarkt ab, so setzen Unternehmen mittels Influencer-Marketing Highlights, die das eigene Produkt aus der Masse der Konkurrenzprodukte (insbesondere Convenience-Güter) hervorstechen lassen. Wird in einer Nische vertrieben, so können Influencer ausgewählt werden, die Inhalte bieten, die mit dieser Nische in mehr oder weniger enger Verbindung stehen.

Potentielle Konsumenten, die mittels Influencer Marketing erreicht werden können, sind eher jung. Jedoch ist zu beobachten, dass die Nutzung sozialer Netzwerke in allen Altersschichten populär geworden ist. Hier gilt es also im Einzelfall kritisch zu überprüfen, ob relevante Zielgruppen auf diesem Wege erreicht werden.

Werbung mit Tasche

Influencerin macht Werbung für eine Tasche. Sie selbst weiß am besten, wie sie die Tasche zu inszenieren hat.

Dynamik gehört zum Influencer Marketing dazu. Starre Kampagnen oder schlichte Produktplatzierungen stoßen sowohl bei Konsumenten, als auch bei Influencern selbst schnell auf Ablehnung. Stattdessen gilt es, Produkte kreativ und interessant in Szene zu setzen.

Oft lohnt es sich auch, die gesamte Strategie zusammen mit den Influencern zu entwickeln und gemeinsam zu überlegen, was erfolgsversprechend erscheint. Durch ihre Nähe zu den Followern haben viele Influencer ein gutes Gespür für die Wünsche der „Kunden“.

Generell ist das Influencer Marketing also eine empfehlenswerte und interessante Form des Marketings, die für viele Unternehmen in Frage kommt. Wie bei allen Marketinginstrumenten gilt es, auch beim Influencer Marketing die Erfolge regelmäßig zu evaluieren.

Planung, Umsetzung und Bewertung Ihrer Werbekampagne

Nur was man messen kann, kann man optimieren. Daher sollten Sie von Beginn an darauf achten, dass Sie Tools und Methoden zum Tracken der Reichweite Ihrer Kampagne verwenden. Den optimalen Werbeerfolg werden Sie für Ihr Unternehmen nur erreichen, wenn Sie mit kleinen Kampagnen loslegen und das Ergebnis bewerten. Was Sie sonst noch alles beachten müssen, wurde nach einer Studie von G+J eMS in einer übersichtlichen Dos and Dont´s (hier als PDF) zusammengefasst.

Darin werden verschiedene Influencer-Typen vorgestellt und Sie erfahren auch, wie Sie das Briefing gestalten sollten. Mittlerweile gibt es aber auch schon einen neuen aufsteigenden Influencer-Typen: den Micro-Influencer.

Kleine Werbung, große Wirkung: Der Micro-Influencer

Für Kleinunternehmer und Start-Ups mit beschränktem Budget eigenen sich sogenannte Micro-Influencer besonders gut. Hierbei handelt es sich um Publisher und Kanäle mit weniger Followern. Es sind, wie der Name es schon verrät, Influencer mit geringer Reichweite.

Ihr Vorteil: Micro-Influencer erwarten in der Regel kein Geld. Sie sind schon glücklich, wenn man ihnen etwas kostenlos zum Testen zuschickt und sie darüber berichten dürfen. Sie hoffen, dass ihr Kanal eines Tages stark wachsen und sich gut monetarisieren wird. Daher gehen Micro-Influencer auch auf bescheidene Angebote ein. Wenn Sie eine Kampagne über mehrere Micro-Influencer verteilen, erreichen Sie in der Summe eine beachtliche Zahl an Menschen, die mit Ihrem Produkt in Berührung kommen. Dafür müssen Sie nur das Produkt aus Ihrem Lager verschicken.

Ein kleiner Tipp für den Versand: Es lohnt sich neben dem zu bewerbenden Produkt noch einige Werbeartikel mit Ihrem Logo als Geschenk mit zu versenden. Micro-Influencer freuen sich über jede Kleinigkeit und zeigen ein Foto vom erhaltenen Paket auf Twitter, Instagram und Co.  Den Werbeeffekt Ihrer Kampagne können Sie nochmal verstärken, indem Sie dem Micro-Influencer Dinge mitgeben, die eventuell auch in vielen weiteren Posts und Fotos zu sehen sein könnten. Das könnte ein Pullover oder eine Tasche mit Ihrem Logo sein.

Produzieren Sie individuelle Werbeartikel-Geschenke für Influencer

Versenden Sie Ihr Produkt in einer hochwertigen, nach Maß angefertigten Tasche, samt Firmenlogo und einer einprägsamen Werbebotschaft. Der Influencer wird Ihre Tasche auch in Zukunft verwenden, unabhängig vom Ergebnis seiner Produkt-Tests.

Schenken Sie Influencern Gebrauchsartikel mit Ihrem Logo, z. B. auf einer Werbetasche. Micro-Influencer werden Ihren Bekanntheitsgrad steigern.

Influencer-Geschenke mit Ihrem Logo, z. B. in Form einer Werbetasche werden Ihren Bekanntheitsgrad zusätzlich steigern.

Sven Bauer, Geschäftsführer vom B2B-Taschenproduzenten Marakanda GmbH, weiß wie sich Micro-Influencer auch außerhalb Ihres Contents präsentieren. Als Hersteller von individuellen Werbetaschen nach Maß berät er Unternehmen bei der Entwicklung von Strategien, um Influencer mit beliebten Geschenken zu begeistern. Bauer ist sich sicher: Mit der richtigen Platzierung von Logo und Markenbotschaft erreichen Brands zwar eine hohe Reichweite, richtig nachhaltig wirken Influencer Kampagnen jedoch erst mit individuell für die Influencer Kampagne hergestellten Werbeartikeln. Viele Werbetreibende denken bei Werbeartikeln häufig noch an klassische Streuartikel wie Kugelschreiber und Feuerzeuge, die in großen Mengen verteilt werden. Damit wird man im Influencer Marketing nicht viel erreichen. Wir empfehlen unseren Kunden individuelle Lösungen einzusetzen. Schon mit kleinen Werbe-Budgets können Startups individuelle Werbetaschen nach Maß herstellen lassen. Und die kommen richtig gut an. Es handelt sich dabei nicht nur um klassische Tragetaschen, Jutebeutel und Umhängetaschen. Auch bedruckte Reise-Kulturtaschen und andere Reise-Accessoires sind bei Influencern äußerst beliebt.

Die Wirksamkeit der kostenlosen Werbebotschafter bestätigt auch die Marketing-Expertin Nina Zimmermann, die sogar eine ganze Plattform für Content- und Influencer-Marketing betreibt und als Tochter-Unternehmen von Burda große Reichweiten schätzt:

Mit Micro-Influencer-Marketing können Kunden genauso große Reichweiten erzielen wie mit Social-Media-Stars – mit authentischem Content und echter Begeisterung, verrät sie in einem Interview mit dem Verlag Werben & Verkaufen.

Influencer Werbung kennzeichnen

Werbung sollte immer als solche gekennzeichnet sein!

Kennzeichnungspflicht bei Werbung nicht vergessen!

Falls Ihnen durch die oben genannten Beispiele schon einige geniale Ideen in den Sinn gekommen sind, Influencer-Marketing für Ihre Unternehmen einzusetzen, sollten Sie noch einen wichtigen Aspekt beachten, nämlich den rechtlichen. Denn Werbung muss immer gekennzeichnet sein, auch in sozialen Medien. Hier erfahren Sie, was Sie als Marke bei bezahlter Produktplatzierung, Logo-Einblendung oder bei Geschenken als Sponsor kennzeichnen müssen.

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