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Bareinkaufspreis: Was steckt dahinter?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Der Bareinkaufspreis ist eine wichtige Größe in der Bezugskalkulation.
Was versteht man unter dem Bareinkaufspreis?

Der Bareinkaufspreis bezeichnet bei der Kostenrechnung im Grunde den Preis, den der Käufer für den Erhalt einer Ware oder einer Dienstleistung bezahlt. Wie der Bareinkaufspreis berechnet wird, können Sie hier lesen.

Wofür benötige ich den Barkeinkaufspreis?

Der Bareinkaufspreis spielt eine große Rolle bei der Bezugskalkulation. Sie benötigen ihn, um unter anderem den sogenannten Bezugspreis auszurechnen, der Ihnen wiederum einen umfassenden Angebotsvergleich von verschiedenen Verkäufern ermöglicht. Mehr dazu finden Sie hier.

Welche Faktoren beeinflussen den Bareinkaufspreis?

Maßgeblich wird der Bareinkaufspreis insbesondere von Rabatten seitens des Verkäufers beeinflusst, die Ihnen bspw. für Sammelbestellungen gewährt werden. Ebenfalls spielt die Höhe eines ggfs. mit dem Verkäufer vereinbarten Skontos eine Rolle.

Bareinkaufspreis: Definition

Geht es um die Kostenrechnung im Rahmen der Betriebsausgaben, ist an dem Begriff “Bareinkaufspreis” nicht vorbeizukommen. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Bareinkaufspreis? Wie wird er ermittelt? Und warum ist es wichtig, den Preis zu kennen?

Der Bareinkaufspreis bezeichnet einen dem Grund nach trivialen Sachverhalt. Vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich einfach um den Preis, den der Käufer für den Erhalt einer Ware oder einer Dienstleistung bezahlt. Vom Bareinkaufspreis zu unterscheiden ist aber der sogenannte Listenverkaufspreis, also der Preis, der bei Vertragsabschluss mit dem Verkäufer ausgehandelt wurde, oder in der Preisliste angegeben ist.

Der Netto-Bareinkaufspreis bezieht Rabatte mit in die Berechnung ein.
Der Netto-Bareinkaufspreis bezieht Rabatte mit in die Berechnung ein.

Im Gegensatz zum Listenverkaufspreis berücksichtigt der Bareinkaufspreis nämlich zum einen etwaige Rabatte, die dem Käufer entweder durch hohe Abnahmemengen oder auch einfach durch besonderes Verhandlungsgeschick gewährt werden. Zum anderen ist vom Bareinkaufspreis auch schon ein ggfs. vereinbarter Skonto abgezogen, der den endgültigen Preis nochmals mindert, wenn die Rechnung innerhalb einer zuvor vereinbarten Zeit beglichen wird. Der sich ergebende Endpreis wird dann als Bareinkaufspreis bezeichnet.

Unter einem Skonto versteht man generell die Gewährung eines Preisnachlasses, wenn eine Rechnung frühzeitig bezahlt wird. Auf diese Weise kann sich der Rechnungsbetrag auf abseits von Rabatten noch weiter verringern. Mehr Informationen zum Thema Skonto können Sie hier finden.

Wie können Sie den Bareinkaufspreis berechnen?

Ausgehend von den obigen Ausführungen ergibt sich für die Berechnung des Bareinkaufspreises eine einfache Methode. Dementsprechend kann der Preis wie folgt ermittelt werden:

  1. Zunächst benötigen Sie den Listeneinkaufspreis des Verkäufers
  2. Von diesem ziehen Sie alle bestehenden Rabatte ab
  3. Nun haben Sie den sogenannten Zieleinkaufspreis
  4. Von diesem ziehen Sie das Skonto ab
  5. Der dann verbleibende Betrag ist der Bareinkaufspreis

Addieren Sie zu dem Bareinkaufspreis noch etwaige Bezugskosten hinzu, spricht man vom sogenannten Einstands- oder auch Bezugspreis. Bezugskosten entstehen, wie der Name schon sagt, im Zusammenhang mit dem Bezug der Ware oder Dienstleistung. Im Einzelnen können das insbesondere folgende Kostenpunkte sein:

  • Transportkosten und -versicherung
  • Verpackungskosten
  • Speditionsgebühren
  • Zölle

Warum ist es wichtig, den Bareinkaufspreis zu ermitteln?

Der Bareinkaufspreis gibt einen genauen Überblick über die Ausgaben.
Der Bareinkaufspreis gibt einen genauen Überblick über die Ausgaben.

Die Position des Bareinkaufspreises ist insbesondere für die Bezugskalkulation wichtig. Auf dem Markt müssen Sie sich mit einer Vielzahl an Angeboten von verschiedenen Verkäufern auseinandersetzen. Nur mithilfe des Listenverkaufspreises können Sie dabei nicht ausreichend planen, welche Kosten letztendlich auf Sie zukommen. Auch ist auf diese Weise nur sehr schwer festzustellen, welches Angebot sich am meisten lohnt.

Der Barkeinkaufspreis und insbesondere auch der auf ihm aufbauende Einstandspreis sind essentiell, um die unterschiedlichen Angebote umfassend zu vergleichen. Das Angebot mit den geringsten Bezugskosten ist in der Regel auch das, welches Sie vorziehen sollten.

Ebenfalls entspricht der Bezugspreis auch den Anschaffungskosten in der Bilanz im Sinne des § 255 HGB.

Weiterhin ist der Bareinkaufspreis generell eine wichtige Größe in der Handelskalkulation. Treten Sie als Endverkäufer im Markt auf, ist es wichtig, sämtliche Kostenpunkte und Ausgaben ganz genau zu kennen. Der von Ihnen angesetzte Verkaufspreis muss nämlich letztlich natürlich über Ihren endgültigen Ausgaben liegen, damit ein Gewinn möglich ist.

Bildnachweise: AdobeStock/Ngampol, AdobeStock/Monster Ztudio, AdobeStock/makibestphoto