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Betriebseinnahmen

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 14. Juni 2017

Betriebseinnahmen – Was zählt dazu?

Betriebseinnahmen sind das Gegenteil von Betriebsausgaben. Anders als Betriebsausgaben sind Betriebseinnahmen jedoch nicht gesetzlich definiert. Nach Ansicht des deutschen Bundesfinanzhofes handelt es sich bei Betriebseinnahmen um sämtliche Einnahmen, die einem Unternehmen in Form von Gütern oder Zahlungsmitteln zu fließen. Eine Betriebseinnahme muss nicht zwangsläufig in Form von Geld erfolgen, sondern liegt auch vor, wenn ein Unternehmen Güter erhält, die einen entsprechenden Geldwert haben. Fachlich korrekt unterscheidet man also zwischen Geldeinnahmen und geldwerten Einnahmen. Durch die Gegenüberstellung von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben ermitteln Unternehmen ihren Gewinn.

Betriebseinnahme, Mittelzufluss, geldwerte Einnahmen

Betriebseinnahmen sind all jene Mittelzuflüsse, die in Form von Gütern oder Zahlungsmitteln einem Unternehmen zugerechnet werden: electriceye – Fotolia.com

 

Beispiele für Betriebseinnahmen

Da Betriebseinnahmen nicht zwangsläufig Geldeinnahmen gleichzusetzen sind, gibt es folglich viele Beispiele für andere Betriebseinnahmen, die in vielen Unternehmen häufig vorkommen. Entscheidendes Kriterium, ob es sich um eine Betriebseinnahmen handelt, ist die Frage, ob die Einnahme auch in direktem Zusammenhang zu einem Betrieb steht. Weiterhin werden neben Einnahmen, die durch die grundsätzliche Tätigkeit eines Unternehmens erzielt werden, auch weitere Erlöse dazugezählt. Folgende Geschäftsvorfälle sind dementsprechend als Betriebseinnahme zu sehen:

  • Stetige, außerordentliche und einmalige Einnahmen aus der normalen Geschäftstätigkeit
  • Einnahmen aus Neben- und Hilfsgeschäften, wie etwa der Veräußerung von Bestandteilen des Anlagevermögens
  • Erstattung von zu hohen Betriebsausgaben
  • Einnahmen aus dem Verkauf von Wirtschaftsgütern nach 4 Abs. 5 EStG

Insbesondere der Verkauf von Wirtschaftsgütern stellt in nahezu allen Fällen eine Betriebseinnahme dar. Praktisch relevante Beispiele sind etwa der Verkauf alter Betriebseinrichtungen, verlangte Transportkosten von Abnehmern oder der Weiterverkauf gebrauchter oder reklamierter Ware. Von den Betriebseinnahmen abzugrenzen sind Einnahmen aus dem Privatvermögen. Für Unternehmer ist entscheidet, ob die Privateinnahme aus einer Geschäftsbeziehung herrührt oder aus privaten Anlässen, wie etwa einer Schenkung oder Erbschaft, erfolgte.

 

Wie werden Betriebseinnahmen erfasst?

Die Einnahmen eines Unternehmens können auf zwei Arten erfasst werden:

Art Vorgehen
 

Betriebsvermögensvergleich

 

Ein Betriebsvermögensvergleich nach § 5 EStG erfordert eine doppelte Buchführung und erlaubt eine Ermittlung der Betriebseinnahmen.

 

Einnahme-Überschuss-Rechnung

 

Bei der EÜR werden Gewinne sofort erfasst, wenn diese angefallen sind. Durch die Gegenüberstellung von Ausgaben und Betriebseinnahmen wird also zum Zeitpunkt der Aufstellung der Gewinn eines Unternehmens ersichtlich.

 

Die Betriebseinnahmen sind also neben den Betriebsausgaben für die Ermittlung des Gewinns von Bedeutung. Der Gewinn wiederum ist eine wichtige Besteuerungsgrundlage, sodass die korrekte Erfassung von Einnahmen und Ausgaben stets sicherzustellen ist.

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