Betriebsprüfung

Die Finanzämter sind berechtigt, bei Unternehmen diverse Prüfungen (z. B Betriebsprüfung, Lohnsteuer-Außenprüfung, Umsatzsteuer-Sonderprüfung, Umsatzsteuer-Nachschau) durchzuführen, um die steuerlichen Verhältnisse direkt vor Ort zu ermitteln.

Ein Mann mit der Lupe liest ein Dokument im Ordner durch
"Wir nehmen alles unter die Lupe - Finanzamt"
© Jorma Bork / pixelio.de

Aber auch andere Institutionen (z. B. Berufsgenossenschaften, Sozialversicherungsträger) dürfen in den Betrieben prüfen. Die Beamten untersuchen dabei vor allem die Firmenbuchhaltung und nehmen Einsicht in sonstige relevante Unterlagen.

Unternehmen erleben häufig eine absolute Ausnahmesituation, wenn ein Prüfer tage- oder sogar wochenlang in ihren Räumen verweilt und Unterlagen durchforstet. Hinzu kommt aber noch, dass durch eine Betriebsprüfung auch erhebliche Kosten entstehen können.

  • Kosten durch den Datenzugriff nach dem GdPdU-Standard (z. B. Umrüstung der EDV-Anlage, Anfertigung von Datenträgern)
  • Kosten für eigenes Personal (z. B. Betreuungsperson für den Prüfer, Azubis zum Unterlagen suchen)
  • Kosten für fremdes Personal (z. B. Lohnbüro, Rechtsanwalt, Steuerberater)

Die Aufwendungen anlässlich einer Betriebsprüfung sind eindeutig betrieblich veranlasst, so dass man diese als Betriebsausgabe verbuchen darf.