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Winterreifen kann Betriebsausgabe sein

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 7. Februar 2017

Entfernungspauschale als Betriebsausgabe

Regelmäßig beim ersten Wintereinbruch taucht die Frage auf, ob Winterreifen für das Firmenfahrzeug als Betriebsausgabe absetzbar sind. Und wenn ja, wie? Die Antwort lautet: Das kommt ganz darauf an, wann die Winterreifen gekauft wurden.

Aus steuerlicher Sicht, muss beim Kauf von Winterreifen folgender Unterschied gemacht werden:

Erstmaliger Kauf von Winterreifen: Wenn das erste Mal ein Satz Winterreifen gekauft wird, gilt dieser mit zu den Anschaffungskosten des Pkw. Das heißt: Die Anschaffungskosten des Pkw erhöhen sich um den Wert der Reifen und werden über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Werden die Winterreifen nicht mit dem Auto zusammen gekauft, sondern später, wird der Restwert des Pkw als Grundlage genommen.

Ersatzkauf: Wer dagegen einen Satz Winterreifen hat und neue benötigt, beispielsweise weil die alten abgefahren sind, kann die Kosten sofort im Jahr der Zahlung in voller Höhe als Betriebsausgabe verbuchen.

Praxistipp

Viele Unternehmer versuchen, bereits den erstmaligen Kauf von Winterreifen sofort als Betriebsausgabe zu verbuchen. Sie verweisen dabei gern darauf, die Reifen, steuerlich gesehen, als geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) zu betrachten. Das funktioniert jedoch nicht, da GWG selbstständig nutzungsfähig sein müssen. Reifen können jedoch ohne Fahrzeug nicht allein genutzt werden.


Bildnachweise: © stadtratte/Fotolia.com

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