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10-Tage-Regel, Firmenvertrag über 1 Jahr mit monatlichen Rechnungen – Unterleigt es auch unter die 10-Tage-Regel

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

Fragen10-Tage-Regel, Firmenvertrag über 1 Jahr mit monatlichen Rechnungen – Unterleigt es auch unter die 10-Tage-Regel

Uhr
Von: mileski
5 Antworten
Hallo zusammen,

ich habe eine Frage über die 10-Tage-Regel.

Fallbeschreibung:
Ist-Versteuerung mit EÜR in beiden Fällen.

1) Firma A hat einen Vertrag über Leistungserbringung mit Firma B unterschrieben. Der Vertrag ist ab 01.02.2013 bis 31.12.2013 gültig. Die Rechungen von Firma A werden einmal pro Monat an Firma B ausgestellt. Wenn die Dezember-Rechnung am 05.01.2014 bezahlt wird, fällt diese unter die 10-Tage-Regel, bzw, die Einnahme soll im Jahr 2013 gebucht werden? (besteuerung nach vereinnahmten entgelten). Was passiert mit der USt? Wann wird diese verbucht?

Was mich in dem ganzen verwirt ist eigentlich die Bedeutung von „wiederkehrende Ein/Ausgaben“. Ich weiß, wie man eine solche, wie z.B. Miete oder Handy verbucht. Das Problem liegt bei den anderen Fällen.

1. Wenn eine Firma einen Vertrag mit einer anderen Firma über Leistungserbringung hat, der ab 01.01. bis 31.12 gültig ist und jeweils eine Rechnung pro Monat ausgestellt wird, ist das eine „wiederkehrende Einnahme“ ?

Was ist etwas wiederkehrend? Zwei mal, zehn mal? Was, wenn einen Vertrag nur 2 Monate dauert, z.B. ab 01.11 bis 31.12 und in dieser Periode zwei Rechnungen jeweils für einen Monat ausgestellt werden, wobei die letzte in Januar nächsten Jahres vor dem 10.01 bezahlt wird. Ist dieser Fall auch „wiederkehrend“?

Gibt es irgendwo Richtlinien, was wiederkehrend bedeutet? Wie lang muss einen Vertrag mindestens sein, um als wiederkehrend zu gelten? Was, wenn die Firma in zwei nacheinanderfolgenden Monate Leistungen ohne Vertrag verbringt. Einfach Rechungen. Sind diese auch wiederkehrend?

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

Sie haben Recht, das Problem liegt in den anderen Fällen.
Aber ohne die konkrete Art der laufenden Leistungen zu kennen, kann man diese nicht steuerliche beurteilen.

Von: mileski
Uhr
In diesem Falle handelt es sich um Softwareentwicklung. Können Sie vielleicht klären, wie beurteilt man, ob eine Leistung zu der 10-Tage-Regel gehört? Können Sie einige Beispielleistungen pro et contra aus Ihrer eigenen Erfahrung nennen?

Von: Kexel
Uhr

eine Softwareentwicklung ist nach meiner Ansicht keine regelmäßig wiederkehrende Leistung.

Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben sind solche, die nicht nur einmal oder zufällig mehrmals zufließen, sondern periodisch wiederkehren (z. B. jährlich, monatlich oder wöchentlich). Eine gleichbleibende Höhe ist nicht erforderlich. Unter diese Regelung fallen z. B. Zinsen, Miet- und Pachtzahlungen, Renten, Versicherungsbeiträge.

Von: mileski
Uhr
Steuerberater Kexel wrote:

eine Softwareentwicklung ist nach meiner Ansicht keine regelmäßig wiederkehrende Leistung.

Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben sind solche, die nicht nur einmal oder zufällig mehrmals zufließen, sondern periodisch wiederkehren (z. B. jährlich, monatlich oder wöchentlich). Eine gleichbleibende Höhe ist nicht erforderlich. Unter diese Regelung fallen z. B. Zinsen, Miet- und Pachtzahlungen, Renten, Versicherungsbeiträge.

Danke für die Antwort. Können Sir mir bitte klären, was ist der Unterschied der Leistungen, die die Mobilfunk-Anbieter anbieten und in diesem Fall Softwareentwicklung? Denn, die Handy-Rechnung ist eine wiederkerende Leistung. Wie wird das unterschieden?

Von: Kexel
Uhr

bei der Softwareentwicklung wird erst ein Produkt hergestellt und nicht ein bestehendes laufend wiederkehrend zur Verfügung gestellt.

Wenn Sie jede Woche 10 Brötchen kaufen, dann sind dies keine regelmäßig wiederkehrenden Einnahmen für den Bäcker.