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Anschaffung betriebliches smartphone

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenAnschaffung betriebliches smartphone

Uhr
Von: holland
3 Antworten
Hallo,

mein neues smartphone werde ich ausschließlich betrieblich nutzen. Ich habe es daher in voller Höhe (333 €) als Betriebsausgabe gebucht und auch die Vorsteuer in voller Höhe angegeben.

Vielleicht liest es sich jetzt etwas seltsam, aber jetzt weiß ich nicht sicher, ob ich es “Telekommunikation” oder “Übrige unbeschränkt abzugsfähige Betriebsausgaben” zuordnen soll. Oder ist das egal?

Von: TorstenMo
Uhr
Sie müssen dieses Smartphone über die https://www.betriebsausgabe.de/nutzungsdauer-529.html abschreiben. Daher kann es nicht direkt als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Die Vorsteuer bekommt Sie jedoch vollständig direkt wieder. Bei den künftigen Telefongebühren müssen Sie allerdings entweder sofort oder am Jahresende eine private Nutzung (unentgeltliche Nutzung) berücksichtigen. Das wird pauschal in der Regel mit 30 Prozent der Gebühr korrigiert und somit wird 30 Prozent der Vorsteuer wieder zurück gezahlt.

Bei dem Smartphone wird es sich wahrscheinlich um ein https://www.betriebsausgabe.de/gwg-58.html handeln. Da gibt es aber unterschiedliche Regelungen und Wahlrechte, die sollten Sie mit Ihrem Steuerberater besprechen.

Hier einige Artikel im Magazin:

https://www.betriebsausgabe.de/blog/2011/12/27/steuerliche-absetzbarkeit-von-smartphones/
https://www.betriebsausgabe.de/blog/2007/02/14/telefonflatrate-vs-private-nutzung-10425/

https://www.betriebsausgabe.de/blog/2009/01/30/privatnutzung-von-telefon-fax-und-handy/

Von: holland
Uhr
Hallo,

danke für die Antwort und die Links.

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass das smartphone nicht abgeschrieben wird, da es unter 410,01 € (netto) gekostet hat.

Aber wenn ich Sie richtig verstehe, dann bleibt mir da keine Wahl, oder?

Von: TorstenMo
Uhr
es wird nur dann nicht Abgeschrieben, wenn es unter 150 Euro kostet. Dann wird es sofort wie zum Beispiel der Stift oder das Blattpapier als Betriebsausgabe im Moment der Zahlung Gewinn mindernd erfasst. Sobald etwas abgeschrieben wird, muss das ja nicht heißen, dass es nicht vollständig im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe Gewinn mindernd erfasst wird. Gerade das ist teilweise im Fall der GWG ist so. Wenn das Smartphone also zwischen 150 und 410 Euro kostet, wird es zwar im Rahmen der GWG Regelungen am Jahresende abgeschrieben, das jedoch in einem Betrag, also nicht über mehrere Jahre verteilt, sondern auch im Jahr der Anschaffung. Damit gleicht diese GWG Regelung der sofortigen Ansetzung als Betriebsausgabe, wie oben beschrieben. Im übrigen: Abschreibungen sind Betriebsausgaben. Manche werden nur verzögert über mehrere Jahre und manche (GWG) im Jahr der Anschaffung erzeugt und auch in diesem Jahr noch direkt geltend gemacht.