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Arbeitszimmer / Neubau EFH

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenArbeitszimmer / Neubau EFH

Uhr
Von: dommuc82
1 Antworten
Hallo,

ich habe eine Frage bzgl. Arbeitszimmer beim Neubau eines EFH.

Zunächst zu mir: ich arbeite festangestellt in Teilzeit (80 %) und nebenher als Freiberufler mit Umsatzsteuer. Gewinnermittlung läuft über EÜR. Einkommen ca. 30.000 als Angestellter + 15.000 als Freiberufler.

Ein häusliches Arbeitszimmer kann ich schon mal nicht absetzen, da es nie Mittelpunkt meiner gesamten (!) Tätigkeit ist. Leider.

Momentan wohne ich in einer kleinen Wohnung und ignoriere das Thema daher auch komplett.

Demnächst werde ich zusammen mit meiner Freundin ein EFH bauen lassen. Darin werde ich ein Arbeitszimmer für meine freiberufliche Tätigkeit haben.

Was habe ich für Möglichkeiten, steuerlich zu profitieren?

Jemand hat mir gesagt, ich könne ausrechnen, wieviel das Zimmer anteilig vom Haus kostet und diese kosten in meiner EÜR angeben und somit die Umsatzsteuer zurückbekommen. Das wäre schon eine schöne Ersparnis.
Daraufhin müsste ich das Zimmer dann aber mindestens 10 Jahre lang sozusagen von meiner Freundin mieten. Stimmt das?

Wäre klasse, wenn mir dabei jemand einen Hinweis geben könnte, wie ich mit der Situation am besten umgehe.

Danke & schöne Grüße,

D.

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

im Allgemeinen stimmen Ihre Aussagen, aber hier ist eine spezielle Beratung vor Beginn der Bauarbeiten, also möglichst vor Stellung des Bauantrags, ja – soweit noch möglich – sogar vor Kauf des Grundstücks, sehr zu empfehlen.

Nicht nur aus steuerrechtlicher Sicht, sondern auch aus zivil-, familien- und erbrechtlicher Sicht.
Da Sie (noch) nicht mit Ihrer Freundin verheiratet sind, können sich hierdurch weitere ungewollte Besonderheiten ergeben.

Aus steuerlicher Sicht ist auch entscheidend, wer Eigentümer des Grundstücks und Gebäudes ist oder wird. Auch spielt der Zeitpunkt der wahrscheinlich geplanten Hochzeit eine Rolle, ebenso wie die Höhe der Einkünfte Ihrer Freundin, im Verhältnis zu Ihren eigenen Einkünften, und zwar auch in Bezug auf die nächsten zehn Jahre. Womit nicht zuletzt auch die Familienplanung eine Rolle spielen kann, möchte man die aus steuerlicher Sicht günstigste Lösung.

Zu guter Letzt sind auch die mit einer möglichen umsatzsteuerpflichtigen Vermietung verbundenen Verwaltungskosten (Steuerberatungskosten) zu beachten, und dies ebenfalls für mindestens zehn Jahre.