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Betriebsstätte und die Vorsteuer daraus?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenBetriebsstätte und die Vorsteuer daraus?

Uhr
Von: Gabriele63
2 Antworten
Hallo,

ich besitze ein gemischt genutztes Haus in dem eine Gaststätte von mir betrieben wird. Selber wohne ich nicht in dem Haus.
Also bin ich als Vermieter Privatmann und nutzte die betriebl. Räume spricht Gaststätte in diesem Haus selber.
Kann ich als optimierender Unternehmer für diese Räume eine Miete ansetzen und die Vorsteuer vom Finanzamt daraus verlangen ? . Die Gaststätte wurde zum Betriebsvermögen zugeordnet mit 41,38 %.
Spielt es eine Rolle auf der einen Seite stpfl. zu sein und gleichzeitig als Vermieter nicht. Oder muss ich auf beiden Seiten zur Vorsteuer optimieren.um mir eine Miete anzusetzen die auf Kaltmiete und Nebenkosten Vorsteuer enthält.

Ich hoffe man kann mir helfen!

Gruss Gaby

Von: Kexel
Uhr
Hallo

“es spielt keine rolle was zuerst da war – die Henne oder das Ei –
klar ist – man kann nicht beides gleichzeitig sein.”

Also, Sie können nicht Vermieter und Mieter zugleich sein.

Ist ein Objekt – ggf. anteilig – steuerliches Betriebsvermögen,
dann ist nicht die Miete die Betriebsausgabe,
sondern die (anteiligen) Gebäudekosten
(Abschreibung, Zinsen, Instandhaltungen, etc.).

Soweit umsatzsteuerpflichtige Umsätze (egal ob aus Vermietung oder aus der eigenen Gaststätte) erzielt werden, ist auch die Vorsteuer (ggf. anteilig) abzugsfähig.

Die Vermietung zu Wohnzwecken ist immer umsatzsteuerfrei.

Aber grundsätzlich ist dies eine Sache für den direkten Kontakt mit einem Fachmann.

Gruß

Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de

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Für eine konkrete Einzelberatung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Von: Gabriele63
Uhr
Soweit leuchtet mir Ihre Erklärung ein, und die anteiligen Kosten für Wasser, Müll Ölkosten und, Reperatur und Wartung wurde vom Finanzamt mit Vorsteuerabzug anerkannt.
Die Zinsen für den Anteil, Versicherung..ect. also die vorsteuerfreien Aufwendungen kann ich somit nicht als Kaltmiete ansetzten und Vorsteuer aufschlagen?.
Würde ich nicht das Glück haben Gaststättenräume selber zu besitzen und müsste Räume anmieten könnte ich aus der gewerblichen Miete Vorsteuer abziehen.
Leider bin ich beides gleichzeitig und komme nicht in den Genuss wie ich das jetzt verstehe. Nebenkosten des Anteil erkennt man mir mit Vorsteuerabzug an und eine Abschreibung wird auch vorgenommen.
Aber Abschreibung ist Abnutzung und nicht die Nutzung ?

Ist schon verwirrend für den Laien, aber ich wills verstehen.

Nach dem Seeling Urteil klingt alles so toll.
Aber hier geht das auch nur wenn man beim Kauf Umsatzsteuer vereinbart hat.
Was ist wenn ich das Betriebsvermögen zurückführe ? Muss ich dann Vorsteuer zahlen auf die Entnahme ?