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Betriebswagen – Verkauf

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenBetriebswagen – Verkauf

Uhr
Von: Stefan999
4 Antworten
Hallo,

ich habe zwei Fragen rund um den Betriebswagen:

1. Wenn ich mein Betriebswagen (80% betriebliche Nutzung, komplett abgeschrieben) verkaufe, muss ich den Schwackewert des Fahrzeuges als einkommenerhöhend ansetzen. Was ist aber wenn der Verkaufserlös wegen Mängel am Fahrzeug (übermäßiger Rost, Dellen, diverse Verschleißteile müssen ersetzt werden) wesentlich weniger einbringt. Besteht dann das Finanzamt trotzdem auf den Schwackewert oder kann man dem Finanzamt anhand von Fotos und Werkstattkostenvoranschlägen darlegen, dass das Fahrzeug wesentlich weniger an Wert hat und darf den Verkaufserlös ansetzen?

2. Wenn der Betriebswagen verkauft wurde und ein Familienmitglied einem anbietet, ein stillgelegtes Fahrzeug (das in dem Eigentum des Familienmitgliedes bleibt und er Halter ist) zur kostenlosen Nutzung zu überlässen und auf sich zulässt (ich dann Versicherungsnehmer bin), kann ich dann die 0,30€ als Betriebsausgaben ansetzen, ohne das das Familienmitglied bei sich etwas einkommenerhöhend in der Steurerklärung ansetzen muss?

Danke im voraus füür die Antwort.

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

1. Bei einem Verkauf an einen fremden Dritten, stellt der tatsächliche Verkaufserlös Betriebseinnahme dar. Eine mögliche Abweichung zum Schwackewert spielt dann in der Regel keine Rolle. Lediglich bei einer verhältnismäßig hohen Abweichung sollte man, für mögliche Rückfragen des Finanzamts, eine plausible Erklärung parat haben.

2. Da es sich nicht um Ihr Fahrzeug handelt, können keine 0,30 EUR als Reisekosten angesetzt werden.
Da Sie aber sowieso den betrieblichen Kilometeranteil nachweisen – wäre ja theoretisch auch für die 0,30 EUR/km erforderlich – können Sie statt dessen Ihre tatsächlichen Kosten anteilig nach dem Verhältnis der betrieblichen zu den Gesamtkilometern steuerlich geltend machen.

Von: Stefan999
Uhr
Hallo Herr Kexel,

danke für die Beantwortung von Frage 1.

Zu Frage 2:

Ist es nicht so, weil es sich nicht um mein Fahrzeug handelt, dass ich dann für meine betrieblichen Fahrten 0,30 €/km ansetzen kann? Da es sich um kein Betriebswagen handelt. Nach ihrem Vorschlag müsste ich ein Fahrtenbuch führen und die tatsächlichen Kosten anhand von Belegen ansetzen. Diesen Aufwand möchte ich mir ersparen, in dem ich dem Finanzamt anhand von meinen Aufträgen die Kilometer nachweise.

Oder funktioniert das alles nur, wenn das Familienmitglied Halter und Versicherungsnehmer ist?

Von: Kexel
Uhr

der Reisekostensatz von 0,30 EUR/gefahrenem betrieblichen Kilometer kann für die Benutzung von Privatfahrzeugen für betriebliche Fahrten angesetzt werden.

Von: Kexel
Uhr

der Reisekostensatz von 0,30 EUR/gefahrenem betrieblichen Kilometer kann für die Benutzung von Privatfahrzeugen für betriebliche Fahrten angesetzt werden.