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Entfernungspauschale bei auswärtiger Beschäftigung als Freiberufler

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenEntfernungspauschale bei auswärtiger Beschäftigung als Freiberufler

Uhr
Von: SaschaK
3 Antworten
Hallo zusammen,

ich brüte (passt ja zu den Temparaturen 🙂 ) gerade über meiner Steuererklärung 2008. Ich war das komplette Jahr 2008 bei Wohnort im Fränkischen bei einem Auftraggeber in Stuttgart im Einsatz (5 Tage je Woche) Auftrag begann im November 2007.

Dazu habe ich zunächst 6 Monate bei meiner Mutter gewohnt und danach 6 Monate eine Wohnung in Stuttgart gemietet. Meinen Auftraggeber habe ich per ÖPNV erreicht (erst 45km einfach, dann 7km einfach). In die EÜR wollte ich dies als Reise mit Beginn 07.01.2008 und Ende 23.12.2008 führen. Dies ist meines Wissens nach ja richtig so, oder? Die Verpflegungspauschen habe ich daher auch nur bis 10.02.2008 in Anspruch genommen.

Jetzt ist mir aufgefallen, dass mir in den ersten 6 Monaten recht viele ÖPNV-Tickets fehlen, daher wollte ich gerne die Entfernungspauschale nutzen, was nach meinen Askünften möglich ist. Was ich aber nicht weiß ist, ob ich hier nun die einfachen KM einem Arbeitnehmer entsprechend angeben muss (die 3 Monate waren ja am 10.02. rum), oder ob ich im Rahmen der Pauschale die gesamten KM in Anspruch nehmen kann. Nach meinen Internetrecherchen tendiere ich zu den gesamten KM, ich bin mir hierbei aber absolut unschlüssig.

Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen!

Vielen Dank!

Sascha

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

zur Detailklärung sind weiteren Eckdaten notwendig:
– verheiratet?
– eigene Wohnung (zahlen Sie die Miete selbst – oder z. B. Eltern)?
– wo waren Sie mit welchem Wohnsitz (Erst-/Zweitwohnsitz) gemeldet?
– wurde die eigene Wohnung (wenn eigen) im Fränkischen das gasnze Jahr über beibehalten?
– gab es während des Wohnens bei Muttern und in Stuttgart auch Heimfahrten ins Fränkische?
– wo war Ihr Lebensmittelpunkt (Freunde, Bekannte)?

Der Ansatz der Entfernungspauschale ist für alle gleich, also nur pro Entfernungskilometer.

Dies ist aber in Ihrem Fall genau der Knackpunkt – Entfernungspauschale oder Reisekosten.

Von: SaschaK
Uhr
Hallo,

ja, ich bin verheiratet, die Wohnung in Franken war der Hauptwohnsitz ab Mai, jedoch mietfrei bei den Schwiegereltern. Davor Mietwohnung in Darmstadt. Ich bin eigentlich jedes Wochende nach Hause gefahren, dort war auch der Lebensmittelpunkt.

Vielen Dank!

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

also Ihre Kosten für die auswärtige Tätigkeit in Stuttgart stellen Reisekosten dar, wobei Verpflegungsmehraufwendungen gesetzlich nur für die ersten drei Monate in Anspruch genommen werden können.
Als Fahrtkosten kommen die tatsächlichen Kosten, ersatzweise für Fahrtkosten mit eigenem PKW 0,30 EUR pro gefahrenem Kilometer in Betracht. Soweit Kosten nicht nachgewiesen werden können, weil z. B. Tickets verloren gingen, sind diese zumindest glaubhaft zu machen, d. h. einfach die gleichen Kösten ÖPNV angeben wie für die, für die Tickets vorliegen, denn irgendwie müssen Sie ja zu Ihrem Auftraggeber gekommen sein.