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Entnahme Wirtschaftsgut

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenEntnahme Wirtschaftsgut

Uhr
Von: wolle2010
2 Antworten
Hallo,

ich möchte komplett abgeschriebene Wirtschaftsgüter entnehmen ins Privatvermögen zur Weiternutzung oder Verkauf.

Ich schätze also den Restwert (z.B. alter PC mit 20€ netto + 3,80 MwSt) und gebe dies als normale Einnahmen an. Richtig?

Wie erfolgt die Restwertschätzung üblicherweise?

Kann ich z.B. den PC am Mitarbeiter verschenken und somit keine Einnahmen verbuchen? Gibt es da Obergrenzen, nicht das er es noch versteuern müsste.

Muss ein abgeschriebenes WG verschrottet werden, da man es nicht mehr reparieren lassen möchte wird der Restwert auf 0 gesetzt.

Verbleibt das Wirtschaftsgut in den Büchern mit dem Hinweis des Verkaufes oder Verschrottung?

Vielen Dank für Ihre Mühe.

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

wolle2010 wrote:
ich möchte komplett abgeschriebene Wirtschaftsgüter entnehmen ins Privatvermögen zur Weiternutzung oder Verkauf.

Wenn zum Verkauf bestimmt, dann können sie nicht ins Privatvermögen überführt werden, da noch eine betriebliche Nutzung (Verkaufsabsicht) vorliegt.

Quote:
Ich schätze also den Restwert (z.B. alter PC mit 20€ netto + 3,80 MwSt) und gebe dies als normale Einnahmen an. Richtig?
Wie erfolgt die Restwertschätzung üblicherweise?

Im Prinzip richtig, ggf. Vergleichswerte aus dem Internet raussuchen, z. B. ähnliche Angebote bei E-Bay.

Quote:
Kann ich z.B. den PC am Mitarbeiter verschenken und somit keine Einnahmen verbuchen? Gibt es da Obergrenzen, nicht das er es noch versteuern müsste.

Ja, der Wert unterliegt allerdings beim Arbeitgeber der pauschalen Lohnsteuer (25 % zzgl. SolZ und KiSt)

BMF wrote:
Personalcomputer und Internet
(5) Die Pauschalierung nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 Satz 1 EStG kommt bei Sachzuwendungen des Arbeitgebers in Betracht. Hierzu rechnet die Übereignung von Hardware einschl. technischem Zubehör und Software als Erstausstattung oder als Ergänzung, Aktualisierung und Austausch vorhandener Bestandteile. Die Pauschalierung ist auch möglich, wenn der Arbeitgeber ausschließlich technisches Zubehör oder Software übereignet. Telekommunikationsgeräte, die nicht Zubehör eines Personalcomputers sind oder nicht für die Internetnutzung verwendet werden können, sind von der Pauschalierung ausgeschlossen. Hat der Arbeitnehmer einen Internetzugang, sind die Barzuschüsse des Arbeitgebers für die Internetnutzung des Arbeitnehmers nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 Satz 2 EStG pauschalierungsfähig. Zu den Aufwendungen für die Internetnutzung in diesem Sinne gehören sowohl die laufenden Kosten (z. B. Grundgebühr für den Internetzugang, laufende Gebühren für die Internetnutzung, Flatrate), als auch die Kosten der Einrichtung des Internetzugangs (z. B. ISDN-Anschluss, Modem, Personalcomputer). Aus Vereinfachungsgründen kann der Arbeitgeber den vom Arbeitnehmer erklärten Betrag für die laufende Internetnutzung (Gebühren) pauschal versteuern, soweit dieser 50 Euro im Monat nicht übersteigt. Der Arbeitgeber hat diese Erklärung als Beleg zum Lohnkonto aufzubewahren. Bei höheren Zuschüssen zur Internetnutzung und zur Änderung der Verhältnisse gilt R 3.50 Abs. 2 sinngemäß. Soweit die pauschal besteuerten Bezüge auf Werbungskosten entfallen, ist der Werbungskostenabzug grundsätzlich ausgeschlossen. Zu Gunsten des Arbeitnehmers sind die pauschal besteuerten Zuschüsse zunächst auf den privat veranlassten Teil der Aufwendungen anzurechnen. Aus Vereinfachungsgründen unterbleibt zu Gunsten des Arbeitnehmers eine Anrechnung auf seine Werbungskosten bei Zuschüssen bis zu 50 Euro im Monat.
Quote:
Muss ein abgeschriebenes WG verschrottet werden, da man es nicht mehr reparieren lassen möchte wird der Restwert auf 0 gesetzt.

Ja.

Quote:
Verbleibt das Wirtschaftsgut in den Büchern mit dem Hinweis des Verkaufes oder Verschrottung?

Ja.

Von: wolle2010
Uhr
Vielen Dank