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Erstattung von Telefongebühren

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenErstattung von Telefongebühren

Uhr
Von: Kirsche
3 Antworten
Hallo,

erstmal vielen Dank für die bisherigen hilfreichen Antworten!

Nun habe ich nochmal eine Frage: Ich habe meinen Telefonanschluss gekündigt und bin zu einem anderen Anbieter gewechselt. Von der Telekom habe ich im Voraus eine Rechung erhalten wo auch Beträge für den Monat nach der Kündigung aufgeführt waren. Diesen Betrag habe ich bezahlt und habe im nächsten Monat eine weitere Rechnung erhalten wo mir der zuviel berechnete Betrag wieder gutgeschrieben und auf mein Konto überwiesen wurde.
Wie schreibe ich das in meiner Buchhaltung (EÜR) auf?

Wenn ich die Gutschrift als Einnahme buchen würde, erhöhe ich damit ja insgesamt meinem Umsatz, obwohl das ja eigentlich kein betrieblicher Umsatz ist wenn ich etwas erstattet bekomme was ich fälschlicherweise zu viel bezahlt habe.

Kann ich das evtl. mit der vorherigen Rechnung verrechnen, alle diese Belege zusammentackern und nur die Differenz als Betriebsausgabe aufschreiben? Zu welchem Datum buche ich das dann, das der ersten Rechnung/Zahlung oder das der Gutschrift? (ist ja aus verschiedenen Monaten, also schon ein deutlicher zeitlicher Abstand.)

Von: TorstenMo
Uhr
Hallo Kirsch,

schön das es dir hier gefällt.

Quote:
Kann ich das evtl. mit der vorherigen Rechnung verrechnen, alle diese Belege zusammentackern und nur die Differenz als Betriebsausgabe aufschreiben?

Nach den Grundsätzen der ordnungsmäßigen Buchführung darf keine Beträge verrechnen. Du müsstest also alles separat erfassen und mit jeweils einer Zahl in deiner EÜR einbauen.

DH.: Ausgabe Telefonkosten mit Beleg als betrieblicher Aufwand und die Gutschift als betriebliche Einnahme. Die würde ich betexten, so dass d später weist was das genau war.

Genauer gesagt würde die Gutschrift in sonstige betriebliche Erlöse erfasst. Da das die meisten nicht wissen und es zu kompliziert ist, bei kleinen Beträgen auch nicht ins Gewicht fällt, wird verrechnet und saldiert was das Zeug hält.

Ja, so erhöhst du deinen Umsatz und im Zweifel ist das für die Anwendung der Kleinunternehmerregelung schädlich. Frag doch mal einen Steuerberater, mal sehen was die dazu sagen 😯

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

tut mir leid, aber ich sehe das etwas anders als Torsten.

Quote:
Nach den Grundsätzen der ordnungsmäßigen Buchführung

Jemand der seinen Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt (EÜR-Rechner) unterliegt nicht den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Er hat lediglich bestimmte Belegauzeichnungen zu führen, wozu auch eine – wie auch immer – geordnete Belegsammlung ausreicht. Nichtsdestotrotz wäre die Lösung bei einem Buchführungspflichtigen identisch.

Die Erstattung (besser gesagt: Rückzahlung) von Kosten stellt keine Betriebseinnahme dar, sondern mindert eben die Kosten. Einnahmen würden vorliegen, wenn die Kosten von einem Dritten (z. B. Kunden) erstattet würden.
Also die Erstattung einfach gegen die Kosten buchen.
Dies kann selbstverständlich auch in einer Buchung geschehen, in der die Kosten und Erstattung verrechnet werden. Es sollte lediglich sichergestellt sein, dass bei dieser einen Buchung diverse Rechnungen zusammengefasst wurden (z. B. als Text “Rechnung – Gutschrift” und Additionsstreifen an die betroffenen Rechnungen/Gutschrift hängen).

Von: TorstenMo
Uhr
Stimmt, die GoB gilt nur für Bilanzierende Unternehmer