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Erwern Reihenhaus -> Büro im Studio (Nebengewerbe mit UstVoranmeldungspflicht)

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenErwern Reihenhaus -> Büro im Studio (Nebengewerbe mit UstVoranmeldungspflicht)

Uhr
Von: qes
1 Antworten
2011 habe ich mit meiner Ehefrau ein Reihenhaus erworben. (Eigentum: 50% 50%) Im Studio soll für das Nebengewerbe (Programmierung am PC) ein Büro eingerichtet werden.

Die anteilige Größe des Studios beträgt max. 13 % der gesamten Wohnfläche.
Weiter sind die Anteiligen Kosten des Büros für den Hauserwerb geringer als 20.500.

(beide Wertgrenzen sind ja relevant nach 4.2 EStR)

Meine Rückfrage wären:

1.) Grund und Boden sind nach 4.2 EStR immer mit in die Berechnung zu nehmen – sie erhöhen somit die anteiligen Erwerbskosten für die Bürofläche. Korrekt?

2.) Falls das Büro (aufgrund der unterschrittenen Grenzwerte) nicht als Betriebsvermögen aktiviert wird – ist es dann dennoch erlaubt Abschreibungen von 2% als jährliche Aufwände in der Gewinn und Verlustrechnung anzusetzen – oder sind nur direkt zu ordenbare Kosten als Aufwände für das Büro absetzbar?

3.) Muss bei der Berechnung der Abschreibungen von 2% für das Büro der Wert von Grund und Boden zunächst herausgerechnet werden?

So und jetzt auf zum Fussballspiel 😉

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

nach einem beruhigenden 4:2 für Deutschland lässt sich die Antwort vermutlich leichter ertragen, aber die Lösung bleibt die gleiche.

Zu Ihren Fragen:

1.) Ja, es ist von den gesamten Anschaffungskosten, einschließlich Anschaffungsnebenkosten (Notar- und Gerichtskosten, Grunderwerbsteuer, Makler), für Gebäude + Grund und Boden auszugehen.

2.) R 4.2 Absatz 8 EStR besagt nicht dass das Büro nicht als Betriebsvermögen zu aktivieren ist. Es ist eine sogenannte Kann-Vorschrift, “brauchen nicht als Betriebsvermögen behandelt zu werden”.
Aber unabhängig davon für was man sich entscheidet, Aktivierung oder nicht, kann selbstverständlich die anteilige Abschreibung von 2 % als Betriebsausgaben geltend gemacht werden.

3.) Bemessungsgrundlage für die Abschreibung (AfA) sind grundsätzlich nur die anteiligen Anschaffungskosten (zzgl. anteiliger Anschaffungsnebenkosten -siehe oben-) für das Gebäude. Denn nur das Gebäude unterliegt einer Abnutzung (AfA = Absetzung für Abnutzung), der Grund und Boden nutzt sich nicht ab.