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Fahrtkosten bei einer teils beruflichen, teils privaten Fahrt

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenFahrtkosten bei einer teils beruflichen, teils privaten Fahrt

Uhr
Von: W111
1 Antworten
Hallo!

Ich handele mit alter Literatur und habe dazu folgende Frage:
Ich besuche einen nicht in der Stadt wohnenden Bekannten und bringe ihm bei der Gelegenheit einige Bücher mit, die er bei mir bestellt hat.
Wie setze ich die pauschalen km richtig an?

Etwas komische Frage, ich weiß, und ich würde die Kosten eigentlich gar nicht geltend machen. Aber mein FA ist pingelig und erkennt noch nicht mal pauschale 200€ Fahrtkosten im Jahr an. Daher werde ich dem FA eine Liste machen und natürlich dann auch alle Fahrten angeben.

Danke!
Tobi

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

bisher gab es für einen solchen Fall nur ganz oder gar nicht.
Wenn die private Mitveranlassung nicht nur von untergeordneter Bedeutung war, dann waren die Kosten in voller Höhe nicht abzugsfähig.

Der Bundesfinanzhof hat aber seine Rechtsprechung hierzu aufgeweicht, so dass inzwischen solche betrieblich mitveranlassten Kosten anteilig abzugsfähig sind.

Bei Ihrem Beispiel würde ich den betrieblichen Anteil auf 50 % schätzen, als Km x 50 % x 0,30 EUR.
Dies setzt allerdings voraus, dass die errechneten Kfz-Kosten in einem angemessenen Verhältnis zum Umsatz stehen. Was angemessen ist, ist leider relativ. Aber zum Beispiel bei einem Umsatz von 100 EUR stehen Fahrtkosten von 400 km x 1/2 x 0,30 EUR = 60 EUR in keinem angemessenen Verhältnis. Da wäre ein Ansatz von anteiligen Fahrtkosten in Höhe der ersparten Verpackungs- und Versandkosten angemessen.